Die bildungspolitischen Themen von FH SCHWEIZ im 2025

Das Jahr 2025 war für FH SCHWEIZ geprägt von intensiver bildungs‑ und hochschulpolitischer Arbeit. Der Verband setzte sich dafür ein, dass Bildung, Forschung und Praxisorientierung gestärkt werden – trotz Spardebatten und politischer Herausforderungen. Die wichtigsten Engagements im Überblick:

Für Bildung statt Sparlogik

FH SCHWEIZ meldete sich deutlich gegen die geplanten Einsparungen im «Entlastungspaket 2027» im Bildungs- und Forschungsbereich. In Anhörungen vor der Finanzkommission des Ständerats machte der Verband klar:

  • Kürzungen bei Forschungsprojekten und Mobilitätsprogrammen dürfen nicht zulasten von Qualität und Chancengleichheit gehen.
  • Höhere Studiengebühren wären ein falsches Mittel und würden die Bildungszugänge einschränken.

FH SCHWEIZ sendete damit ein klares Signal, dass Bildung als Investition in die Zukunft der Schweiz betrachtet werden muss. Der Ständerat hat diese Signal aufgenommen und verschiedene Anpassungen beschlossen. Unter anderem hat er das Sparvolumen bei der Nutzerfinanzierung halbiert. Als nächstes geht das Geschäft in den Nationalrat.

Zum Artikel «Für Bildung statt Sparlogik – FH SCHWEIZ setzt Zeichen in der Finanzkommission»

Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master»

Im Jahr 2025 wurde die Debatte um neue Titelzusätze in der höheren Berufsbildung weitergeführt und schliesslich definitiv vom Parlament beschlossen. Nach Zustimmung von Ständerat und Nationalrat wurde die Änderung des Berufsbildungsgesetzes verabschiedet, mit der die Titel‑Zusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt werden. Damit können Abschlüsse der höheren Berufsbildung künftig diese Zusatzbezeichnungen tragen, um ihre Verortung auf der Tertiärstufe zu verdeutlichen. Gleichzeitig bleibt klar, dass diese Titel zusammen mit den bestehenden geschützten Abschlüssen geführt werden müssen, um Verwechslungen mit akademischen Hochschultiteln zu vermeiden.

FH SCHWEIZ begleitet die parlamentarische Beratung kritisch und aktiv: Der Verband weist darauf hin, dass trotz gesetzlicher Einführung weiter Aufklärungsarbeit nötig ist, damit Studierende, Arbeitgeber und Öffentlichkeit den Unterschied zwischen den neuen Titelzusätzen und klassischen Fachhochschulabschlüssen verstehen. Dadurch sollen Missverständnisse und falsche Erwartungen vermieden werden.

Praxisintegrierte MINT-Studiengänge (PiBS) dauerhaft eingeführt

Nach erfolgreicher Pilotphase wurde 2025 der Weg für dauerhafte praxisintegrierte Bachelorstudiengänge im MINT-Bereich geebnet.

  • Studierende sammeln praxisnah Erfahrungen in Unternehmen, während sie studieren
  • Die Studiengänge dauern in der Regel vier Jahre
  • Ziel ist es, Fachkräfte früh praxisnah auszubilden und den MINT-Fachkräftemangel zu reduzieren

FH SCHWEIZ unterstützt diese Entwicklung als wichtige Stärkung praxisorientierter Bildung.

Zum Artikel «PiBS wird dauerhaft: 2025 ebnet die Politik den Weg für MINT-Studiengänge mit integrierter Praxis»

Berufsmaturität: Englisch wird Pflicht

Mit der Revision der Berufsmaturitätsverordnung wurde Englisch als verbindliches Prüfungsfach eingeführt. Weitere Neuerungen:

  • Blended Learning und flexiblere Durchlässigkeit zwischen BM1 und BM2
  • Anerkennung internationaler Fremdsprachendiplome
  • Präzisere Notenregeln

FH SCHWEIZ begrüsst die Revision, weil sie die Studierfähigkeit und Anschlussfähigkeit an die Fachhochschule stärkt.

Weitere Themen 2025: Qualität und internationale Vernetzung

FH SCHWEIZ hat 2025 auch zu weiteren bildungspolitischen Themen Stellung genommen bzw. Themen begleitet. Hier eine Auswahl:

  • Akkreditierungsverordnung HFKG: Der Verband reichte eine Stellungnahme ein, in der er die Vereinfachung der Verfahren und die Klarstellung der Qualitätsstandards begrüsste.
  • Rückkehr zu Horizon Europe und Erasmus+: Die Schweiz ist wieder voll an Horizon Europe beteiligt, und die Erasmus+-Assoziierung ab 2027 ist geplant. FH SCHWEIZ betont die Bedeutung für internationale Zusammenarbeit, Forschung und Mobilität.
Zur Stellungnahme «Akkreditierungsverordnung HFKG» Zum Artikel «Die Schweiz und Europa: Rückkehr zu Horizon Europe und Erasmus+»

 

Mit diesen zusätzlichen Aktivitäten zeigt FH SCHWEIZ im Jahr 2025, dass der Verband nicht nur auf aktuelle politische Debatten reagiert, sondern auch an langfristigen strukturellen Verbesserungen der Hochschullandschaft arbeitet – sei es bei Qualitätssicherung, internationaler Vernetzung oder Mobilität.

 

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