Wie war dein Berufseinstieg? Oder wie ist er geplant?

Ein interaktiver Besuch bei der OST – Ostschweizer Fachhochschule am Departement Gesundheit offenbart die spezielle berufliche Situation von Fachkräften im Gesundheitsbereich. Eine grosse Hingabe zum Beruf ist spürbar, gleichzeitig ist der Druck bereits beim Berufseinstieg gross. Fünf Studierende und frische Absolventinnen geben kleine Einblicke.

«Ich habe bereits vor dem Studium als Fachfrau Gesundheit (FaGe) gearbeitet, um Erfahrungen zu sammeln. Das Studium habe ich berufsbegleitend absolviert und gleichzeitig am Unispital gearbeitet, um in den Beruf und die Verantwortung hineinzuwachsen. Als diplomierte Pflegefachfrau FH bin ich nun noch ein Jahr beim Unispital verpflichtet, konnte mir die Abteilung aber aussuchen. Das ist immerhin der Vorteil am Fachkräftemangel.»Manuela Corrodi (31) aus Winterthur, 
BSc in Pflege (2021 abgeschlossen)

«Mein Einstieg war im Teenageralter während der Lehre zur FaGe im Pflegeheim. Ich wurde früh mit dem Tod, aber auch sexueller Belästigung konfrontiert, was sehr schwierig war. Auch hat man in der Praxis oft zu wenig Zeit, um die Arbeit richtig auszuführen, was zu Druck und psychischem Stress führt. Heute würde ich mir wünschen, dass man in der Ausbildung diese Themen stärker mit einbezieht.»
Rebecca Fent (29) aus KĂĽsnacht ZH,
MSc in Nursing (3. Semester, Vollzeit)

«Physiotherapie ist ja ein sehr breites Arbeitsfeld. Ich konnte ein Praktikum in einer Rehaklinik machen, was mir sehr gefallen hat, auch weil ich ein tolles Team hatte. Deshalb könnte ich mir dies gut vorstellen. Im Studium arbeiten wir nun viel mit aktuellen Statistiken und Studien, weshalb ein anschliessendes Masterstudium und eine Arbeit in der Forschung ebenfalls ein möglicher Weg wären.»
Mazlum Albayrak (26) aus Gossau SG, 
BSc in Physiotherapie (1. Semester)

«Ich habe schon vor und während meines Vollzeitstudiums gearbeitet, bis zuletzt auf der Frühgeburtenstation des Unispitals Zürich. Dort gefällt es mir sehr und ich könnte es mir dort auch künftig gut vorstellen. In viele weitere Bereiche durfte ich ebenfalls hineinsehen. Darunter fand ich die Kinderonkologie sehr spannend.»
Afrash Malik (24) aus Oberriet SG,
BSc in Pflege (2021 abgeschlossen)

«Schwierige Frage. Letztes Jahr habe ich ein Praktikum als Klassenassistentin gemacht in der CP-Schule für körperlich beeinträchtigte Kinder (CP für Cerebralparese). Dabei konnte ich auch hausinterne Physiotherapeuten begleiten. Ihre Arbeit hat mir sehr gut gefallen, das könnte ich mir gut vorstellen. Gedanklich liegt aber eine Spezialisierung jetzt noch weit weg.»
Elena Breitenmoser (21) aus Appenzell, 
BSc in Physiotherapie (1. Semester)


Dieser Beitrag ist als Erstpublikation im INLINE November 2021 erschienen.

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