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Jobwechsel nach 10 Jahren

Die Anzahl offener Stellen ist letztes Jahr stetig gestiegen. Der Arbeitsmarkt erholt sich und viele grosse Firmen schaffen sogar neue Arbeitsplätze. Da die Nachfrage nach guten Fachkräften grösser als das Angebot ist, stehen die Chancen für einen schnellen Jobwechsel oder auch einen Wechsel in eine andere Branche gut.

Diese Gelegenheit hat eine Pflegefachfrau aus dem Unispital Zürich genutzt und wagte sich auf den Stellenmarkt. Nach zehnjährigem, unermüdlichen Einsatz, bei dem oftmals der Job vor allem anderen kam, hat sie gewissermassen ihrer Gesundheit zuliebe die Reissleine gezogen. Ich habe mit ihr über ihren Werdegang gesprochen.

Der richtige Job zu den falschen Bedingungen

Nach der obligatorischen Schule hat sie sich für eine Berufslehre zur Fachangestellten Gesundheit (FaGe) entschieden. Beide Elternteile arbeiteten zu diesem Zeitpunkt bereits ebenfalls im Pflegeberuf. Dies habe sie sicherlich bei dieser Entscheidung beeinflusst. Dass ihr die Lehre nicht reicht, hat sie bereits währenddessen gemerkt. So hat sie direkt im Anschluss mit der höheren Fachschule begonnen, diese erfolgreich absolviert und sich somit die Türen für die Fachhochschule geöffnet; der nächste logische Schritt für sie. Stets wissbegierig, verantwortungsbewusst und neugierig hat sie auch den Studiengang Bachelor Pflege für diplomierte Pflegende an der ZHAW gemeistert.

Wofür hast du das Bachelorstudium gemacht? Ist es notwendig für deinen jetzigen Job?

Dank meiner Ausbildung habe ich mehr Kompetenzen in meinem Beruf. Besonders das Modul Clinical Assessment hat mich weitergebracht. Durch das erlernte Wissen bin ich befähigt, unsere Patienten ganzheitlich zu betrachten, zu scannen und Aussagen über ihren Gesundheitszustand zu treffen. Da ich als Pflegefachfrau am meisten Zeit mit dem Patienten verbringe, mehr als die Ärzte, sind solche Einschätzungen von meiner Seite sehr wichtig.

Wenn du über deine Tätigkeit sprichst, klingst du begeistert und interessiert. Wieso hast du gekündigt?

Ich bin begeistert von meinem Beruf und mache diesen sehr gerne. Man lernt nie aus, es ist jeden Tag spannend und es gibt so viele schöne Erlebnisse mit Patienten. Leider folgt hier ein grosses Aber. Die Arbeitsbedingungen – der Personalmangel, die fehlende Erholung, die grosse körperliche und mentale Belastung, die Angst, Fehler zu machen – sind für mich nicht mehr tragbar.

Hast du bereits eine neue Anstellung gefunden?

Ja, erfreulicherweise. Nach zehn Jahren das erste Mal wieder ein Bewerbungsschreiben zu verfassen und an Vorstellungsgespräche zu gehen, waren Herausforderungen für mich. Aber sich diesen zu stellen, hat sich auf jeden Fall gelohnt. In Zukunft berate und betreue ich Patienten in einem spezifischen Fachbereich ambulant, habe mehrheitlich regelmässige Arbeitszeiten und hoffentlich mehr Energie für mein Privatleben.

Warte nicht länger

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