Meist beginnt der Arbeitstag später als mir lieb ist, dafür mit einem Kaffee. In meinem Atelier sortiere ich die To-Dos und setze mich dann an mein Zeichentablett oder beginne mit Schreiben. Ich versuche, an einem Tag nicht zu lange dieselbe Sache zu machen, sondern zwischen Zeichnen, Schreiben, Büro und Versand abzuwechseln, um mich bei Laune zu halten. Dass wir im Atelier gemeinsam zu Mittag essen, hilft mir zusätzlich, den Kopf freizubekommen.

Als Zeitungskarikaturist komme ich immer wieder in diese Lage, dass die Zeit drängt und Ideen hermüssen. Aus dieser Erfahrung schöpfe ich mittlerweile auch eine gewisse Ruhe.
Animation erfasst Bewegungen immer als Ganzes, diese Qualität suche ich auch in meiner Illustrationsarbeit. Gerade bei Comics denke ich sehr stark in einem Rhythmus, wie man ihn aus der Animation kennt, und behandle Panels wie Frames. Mich reizt dieses Spiel mit dem Fluss einer Erzählung sehr. 

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Zur Website www.oliviersamter.chAls Zeitungskarikaturist komme ich immer wieder in diese Lage, dass die Zeit drängt und Ideen hermüssen. Aus dieser Erfahrung schöpfe ich mittlerweile auch eine gewisse Ruhe. Ich habe inzwischen genug Vertrauen, dass irgendeine Idee schon kommen wird – auch wenn es dann vielleicht nicht die Beste ist. Das hilft mir, mich gar nicht erst zu verkrampfen – und ich glaube, das wiederum hilft mir, auf Ideen zu kommen.
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Die hier porträtierten Illustrator:innen sind FH-Absolvent:innen und Mitglied bei www.illustratoren-schweiz.ch. Der Verein Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz macht professionelle Illustration zugänglich und fördert die Vernetzung. Die Interviews sind erstmals als Teil der Porträtserie «Meet the Members» von Illustrator:innen Schweiz entstanden.