Ich arbeite vor allem im editorialen Bereich. Das heisst ich habe von meinen Kund:innen immer einen Text oder ein klar umrissenes Thema vorgegeben. Da meine Bilder fast immer auf einer konkrete Bildidee basieren, ist der erste Schritt das analoge Scribbling, der Ideen. Das sind ganz grobe Skizzen, die sich um die Idee, den Mechno drehen. Der Kunde kriegt dann auch eine Fülle an schwarz-weiss Skizzen aus der eine Bildidee gewählt wird, die das Thema am besten illustriert. Im nächsten Schritt erarbeite ich dann die genaue Bildkomposition und die Farben. Die definitive digitale Umsetzung mache ich dann mit den Programmen Illustrator und Photoshop.

Inspiration kommt von allen Seiten: Von Menschen, Unterhaltungen, Beobachtungen aber natürlich auch Comics, Kunst und nicht zuletzt die Bilderflut von Instagram und ähnlichem.

Bilder sind am Ende eben doch eine emotionale Geschichte. Die kommunikative Kraft der Bildidee ist mir aber auch wichtig, kommt aber aus dem Kopf.
Eine spannende Kompostion und ein freier Strich ist häufig emotional ansprechender, können aber von der Bildidee ablenken. Ein gutes Gleichgewicht zwischen pointierter Aussage und Poesie zu finden ist nicht immer einfach.
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Die hier porträtierten Illustrator:innen sind FH-Absolvent:innen und Mitglied bei www.illustratoren-schweiz.ch. Der Verein Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz macht professionelle Illustration zugänglich und fördert die Vernetzung. Die Interviews sind erstmals als Teil der Porträtserie «Meet the Members» von Illustrator:innen Schweiz entstanden.