Vom Maler zum Illustrator

  • 18.05.2026
  • 3 min
Roland Burkart (*1981) ist Illustrator und Teil des Gemeinschaftsateliers Merkur in Emmenbrücke, Luzern. Seit seinem Abschluss in Illustration Fiction 2015 an der Hochschule Luzern – Design Film Kunst arbeitet er als Freelancer. Er ist Autor einer Graphic Novel über Tetraplegie («Wirbelsturm»), zeichnet mit der linken Hand und ist selber Rollstuhlfahrer.


Du hast an der Hochschule Luzern Illustration Fiction studiert. Wie bist du zur Illustration gekommen?


Nach meinem Arbeitsunfall vor 18 Jahren musste ich mich beruflich völlig neu orientieren. Mein Berufsberater in der Reha ermutigte mich dazu, einen gestalterischen Weg einzuschlagen, nachdem ich ihm meine Zeichnungsmappe gezeigt hatte. Und da mich dieser Bereich immer schon fasziniert und interessiert hatte, wagte ich den Schritt vom Maler auf der Baustelle hin zur Illustration.


 

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Welche Themen beschäftigen dich besonders stark?

Es gibt vieles, das mich interessiert. Wichtig beim Zeichnen ist mir, dass ich einen eigenen gestalterischen Zugang zum Thema finde; etwas, das mich reizt, mich darin zu vertiefen und es aus unerwarteten Perspektiven zu beleuchten.

Momentan illustriere ich z.B. fürs «Paraplegie» Geschichten von Rollstuhlfahrenden, die ich gesammelt habe. Es geht dabei um alltägliche Erlebnisse, komische Begegnungen und Rollstuhlbarrieren.



 

Was ist für dich das Schönste daran, Illustrator zu sein? 

Die Freiheit beim Skizzieren – das gute Gefühl, wenn eine Idee da ist und funktioniert – wenn eine Illustration überrascht, berührt und im besten Fall einen Denkanstoss gibt.

Über «Meet the Illustrator»

Die hier porträtierten Illustrator:innen sind FH-Absolvent:innen und Mitglied bei www.illustratoren-schweiz.ch. Der Verein Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz macht professionelle Illustration zugänglich und fördert die Vernetzung. Die Interviews sind erstmals als Teil der Porträtserie «Meet the Members» von Illustrator:innen Schweiz entstanden.