Vom EMBA international Management zum internationalen Trinkwasserprojekt - Teil 4

Die Pandemie stellt alles auf den Kopf und ich war gezwungen, meine Pläne zu ändern. Daraus entstand eine neue Partnerschaft mit einem fortschrittlichen Unternehmen. Das aktuelle Trinkwasserprojekt auf Papua-Neuguinea ist in vollem Gange und ist auf Unterstützung angewiesen.

Ja, die Pandemie hat im wahrsten Sinne des Wortes auch mein Projekt auf den Kopf gestellt. Ursprünglich war geplant, dass das Projekt im Buka Hospital auf Papua-Neuguinea weitergeführt wird. Den Projektplan dazu hatte ich 2019 der Schweizer Botschaft eingereicht. Weltweit waren Spitäler am Anschlag, Reise- und Einreiseverbote, Impfnachweise, Australien hat die Grenzen für knapp 2 Jahre geschlossen, etc. all das brachte mein Projekt zum Stillstand. Naja, Stillstand nur wörtlich.

Planänderung – anderer Zeitpunkt, anderes Spital

Ich war mit Airlines, dem Hospital Manager und dem Chefarzt vom Buka Hospital ständig in Kontakt. Leider stellte sich, nachdem alles organisiert war heraus, dass von der Firma kein Techniker nach Papua-Neuguinea reisen wollte. Zwingen kann man keinen. Und von Australien durfte immer noch niemand ausreisen. Also beschloss ich, mein Projekt für 2023/2024 zu planen und ein anderes Spital auf Papua-Neuguinea dafür anzufragen. Des Soares empfahl das Kundiawa Hospital, das in den Highlands des Landes gelegen ist.

Das Spital hat über 200 stationäre Betten und versorgt ambulant und stationär über eine halbe Million Menschen – ja, Du liest richtig.

Das Spital hat keine reguläre Wasserversorgung. Jeden Tag fährt ein Pickup Truck vier Kilometer ins Tal zum Chimbu River, um dort Wasser in einen 10'000 Liter Tank zu pumpen. Dann geht es zurück zum Spital, denn das Flusswasser ist die Wasserversorgung für das Spital – ein unhaltbarer Zustand.

Die Menschen dort leiden unter Durchfallerkrankungen, die Medikamente dagegen sind nur begrenzt, oder gar nicht erhältlich. Das Spitalpersonal kann mit selbst hergestellten Mitteln, sofern die Inhaltstoffe dafür vorhanden sind, helfen. Genau aus diesem Grund ist es für dieses Spital so wichtig, eine Trinkwasser Anlage zu bekommen.

Aufgrund der Erfahrungen durch die Pandemie entschloss ich mich, eine Firma in Australien zu suchen, die Trinkwasseranlagen herstellt/vertreibt. Es braucht kein Wasserwerk, sondern etwas, dass einfach zu installieren und zu warten ist und natĂĽrlich sauberes Trinkwasser produziert.

Neuer Partner mit neuer Technologie fĂĽr sauberes Trinkwasser

So kam ich im Dezember 2022 – Google sein Dank – auf die Firma Water Source Australia in Melbourne. Ich schrieb dem CEO Mark Campbell eine Mail mit dem Link auf meine Webseite (vorher Blog) und bat um eine Kontaktaufnahme. Prompt kam die Antwort zurück: Sehr gerne. Ich informierte Des Soares und setzte ein Zoom Meeting für uns drei an. Mark erklärte uns die Technologie und das die Firma sehr gerne eine Kooperation mit mir und meinem Projekt eingehen möchte. Die Firma hat bereits Erfahrungen in Timor-Leste und Zentralaustralien gesammelt.

Die Technologie basiert auf 5G, IoT, KI und Machine Learning.  Das Gerät arbeitet also mit einer 5G Simkarte – das hatte ich vorher noch nie gehört. Das Gerät kostet mehr als das Gerät von der Firma Trunz, das auf den Solomon Islands im Einsatz ist. Jedoch sind hier die neuesten technischen Entwicklungen enthalten. Ich erstellte einen Projektplan für das Kundiawa Hospital, Mark Campbell einen Finanzplan mit einem sehr hohen Rabatt. Das Gerät kostet regulär USD 56'000. 

Mark Campbell hat USD 26'000 Rabatt eingeräumt. Natürlich mit dem Hintergedanken, wenn das Projekt erfolgreich wird, warten weitere Aufträge auf ihn. Ich habe Mark gebeten, mit dem Technikum College in Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea Kontakt aufzunehmen. Es gibt sicher Studenten, die ihre Bachelor- oder Mastarbeit für da Projekt schreiben möchten. Zudem wollen wir zusammen mit dem Technikum College die Überwachung des Gerätes aufgleisen und  das Fachwissen vor Ort fördern.

Jede Spende zählt

Jetzt geht es um die Finanzierung. 30'000 USD sind kein Pappenstiel und ich muss zusehen, woher das Geld kommt.  So kam ich auf GoFundMe, einer internationalen und seriösen Fundraising Plattform. Ich hatte keine Ahnung, wie das funktioniert. Die Wegleitung ist recht einfach und – es hat funktioniert, mein Crowdfunding ist aufgeschaltet. 

UnterstĂĽtze auch du das Projekt!

Ich traf auf meinen Reisen in den Südpazifik immer wieder Menschen, die den gleichen Idealismus wie ich haben – Menschen helfen, dort wo es keine Hilfe für sie gibt. So, nur so können wir humanitär und uneigennützig tätig sein. Schaut auf meine Webseite um mehr über meine Projekte und Erfahrungen zu lesen.

Alle in diesem vierteiligen Bericht gezeigten Fotos wurden von den Spitälern und Patienten freigegeben.

 

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