Fachlich nehme ich vieles vor allem aus meinem Major «Mobilität» mit. Insgesamt sind es aber viele Skills wie das Präsentieren, das Kommunizieren mit Mitstudierenden, Dozierenden und externen Auftraggebenden oder auch das Strukturieren von Arbeiten/Texten, was Basics für den Arbeitsalltag sind.
Im Studium war das erste Jahr eine Hürde, da ich von meiner Gymnasialzeit praktisch kein BWL-Grundwissen mitgebracht habe (Sprachprofil). Ich möchte damit auch Mut machen: Mit genug Willen und Engagement kann man auch weniger optimale Ausgangslagen meistern.
Für mich ist der Einbezug von Praxisfällen im Lehrplan ein zentraler Grund, warum ich das FH-Studium weiterempfehle. Bei Studienstart kennen viele nur einen Arbeitgeber und können die Theorie nur an dem einen Beispiel durchdenken. Dank Fallstudien, Praxisreferaten etc. kann man die Theorie für konkrete Firmen und Fragestellungen durchspielen. Dies erleichtert das Lernen der Studieninhalte und erweitert den Horizont. Dies ist auch im Hinblick auf die Frage nach künftigen Jobmöglichkeiten sehr wertvoll. Nicht zuletzt ist auch der Aufbau von einem Netzwerk innerhalb des Studiengangs nicht zu unterschätzen für die Zeit während und nach dem Studium.
Mein Studium hat mich aus Interesse am Tourismus an die Fachhochschule geführt - obwohl in der Kantonsschule niemand davon sprach, dass es auch was anderes als Universitäten gibt. Mit solidem Grundwissen und einer passenden Vertiefung (Mobilität) habe ich den Weg in eine spannende Branche gefunden, die ich so nicht beabsichtigt hatte. Dem Weg und der Intuition trauen war also mein Credo - und ich würde den gleichen Weg nochmals wählen. Gerne möchte ich diese Erfahrung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen teilen, die vor der (vielleicht nicht so grossen) Frage der Studienwahl stehen.
Überlegt euch, welches Ziel ihr verfolgen wollt. Welchen Beruf könnt ihr euch konkret vorstellen? Oder welches Thema fasziniert und interessiert euch? Und dann erst: Welches Studium passt dazu? Dies motiviert, auch mal in strengeren Phasen des Studiums dranzubleiben. Und: Macht euch nicht verrückt mit der Studienwahl und verlässt euch auf euer Bauchgefühl – auch wenn ihr nicht 100% eurem Studienfach treu bleibt, gibt es viele Möglichkeiten wie CAS-Module, um im Nachgang ans Studium (Jahre später) noch spezifisch Wissen zu erweitern.
Und zuletzt: Geh deinen Weg – natürlich ist es verlockend, mit Kollegen aus der BM oder Kanti zusammen das gleiche zu studieren. Aber ein Studium ist auch eine Chance für einen neuen Anfang, bei dem du wieder ein tolles Umfeld aufbauen kannst. Nutze dazu die vielen Möglichkeiten wie den Hochschulsport, Studierendorganisationen etc., wo du Gleichgesinnte treffen wirst.
Mehr zu Tina KellerHast auch du ursprünglich eine Berufslehre gemacht und besitzt einen interessanten Werdegang? Möchtest du als Inspiration dienen und Schüler:innen bei der Berufsorientierung unterstützen? Dann engagiere dich jetzt als FH-Botschafter:in auf meindschungel.ch. Die Plattform dient dazu den Erfolg der Berufsbildung und die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten aufzuzeigen. Passend zum Motto «Dank Berufsbildung zum Erfolg».
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