Ich war schon immer sehr technikinteressiert. Die Lehre als Automatiker bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit Technik auseinanderzusetzen. Sei es auf mechanischer oder elektrischer Seite.
Nach den ersten beiden Jahren schliesst man den ersten Teil seiner Ausbildung ab und beginnt anschliessend mit der Spezialisierung. Meine Spezialisierung lag im Bereich der Automatisierung. In dieser Zeit war ich viel mit meinem Ausbilder auf den Anlagen unterwegs und habe viel von ihm gelernt. Er hat mich dann auch schon sehr früh alleine Softwareprogramme schreiben und Änderungen an den Steuerungen vornehmen lassen. Ich habe mich nie wie ein Auszubildender gefühlt.
Die zeitliche Planung war die grösste Hürde. Ich habe das berufsbegleitende Studium absolviert und nebenbei in Teilzeit gearbeitet. Wir hatten jeweils montags, dienstags, mittwochs und teilweise donnerstagsabends Schule. Freitag und Samstag war der ganze Tag. Das war herausfordernd, zumal die Semesterprüfungen hauptsächlich tagsüber stattfanden. Dafür musste ich immer Ferien nehmen. Während der vier Jahre Studium habe ich meine Ferien ausschliesslich für die Prüfungen verwendet.
Ich habe eine Lehre gemacht, weil sie eine solide Basis für die Zukunft ist. Dank dem dualen Bildungssystem in der Schweiz kann ich jederzeit neue Wege einschlagen. Am Ende zählt aber vor allem eines: der eigene Wille, sich weiterzuentwickeln und Ziele zu verfolgen.
Man sollte das machen, was man möchte, und nicht den Eltern einen Gefallen tun. Mit dem Bildungssystem, das wir hier haben, hat man jederzeit die Möglichkeit, sich zu entwickeln – vorausgesetzt, man will.
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