Ein zentrales Thema dieser Session war das «Entlastungspaket 2027». Mit diesem Massnahmenbündel will der Bundesrat den Bundeshaushalt ab dem Jahr 2027 langfristig stabilisieren und strukturelle Defizite vermeiden. Auch der Bildungs-, Forschungs- und Innovationsbereich ist von den vorgesehenen Sparmassnahmen betroffen, was im Parlament zu intensiven Diskussionen führte. Der Ständerat hatte bereits in der vergangenen Session verschiedene Anpassungen am ursprünglichen Vorschlag beschlossen. So wurde das geplante Sparvolumen bei der Nutzerfinanzierung der kantonalen Hochschulen deutlich reduziert: Statt der ursprünglich vorgesehenen 120 Millionen Franken sollen hier noch 60 Millionen Franken eingespart werden. Ebenfalls gemildert wurde die Kürzung bei der Innovationsförderagentur Innosuisse – statt einer Reduktion um 10 Prozent beschloss der Ständerat eine Kürzung von 5 Prozent. Weitere Anpassungen betrafen die projektgebundenen Beiträge (PgB) an die Hochschulen. Hier wurde das Sparvolumen auf Vorschlag vom Nationalrat zugunsten der geplante Aufstockung der Ausbildungsplätze für Mediziner:innen reduziert. Auch der Nationalrat sprach sich dafür aus, auf eine vollständige Streichung der PgBs aus dem Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz zu verzichten. Zudem wurden die vorgesehenen Kürzungen beim Schweizerischer Nationalfonds (SNF) halbiert.
Während der zweiten Sessionswoche tagte zudem der Beirat FH SCHWEIZ zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2026. Die Sitzung wurde erstmals von Nationalrätin Regina Durrer-Knobel geleitet, die das Präsidium am 1. Januar 2026 von Ständerat Erich Ettlin übernommen hat. Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag neben weiteren bildungspolitischen Themen auf Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf die Fachhochschulen.
Dies ist mein letzter Sessionsbrief. Am 25. März übergebe ich das Präsidium von FH SCHWEIZ vorbehältlich der Wahl an Benjamin Mühlemann. Dieser ist auch Mitglied der stetigen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur und wird aus erster Hand berichten können. Ich bedanke mich herzlich für das Interesse an den Sessionsbriefen und für den Austausch in den letzten Jahren. Es hat mich sehr gefreut auf diesem Weg über unsere Themen aus Bundesbern zu informieren.
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