Vom Gymi direkt an die Fachhochschule: Neue Website informiert über PiBS

Wer nach der gymnasialen Matura direkt an einer Fachhochschule studieren und gleichzeitig praktische Berufserfahrung sammeln möchte, findet neu auf einer eigenen Website alle wichtigen Informationen. Der Dachverband FH SCHWEIZ hat die Plattform zum praxisintegrierten Bachelorstudium (PiBS) lanciert und bündelt dort Wissenswertes zum Studienmodell, zu beteiligten Fachhochschulen und zu den Einstiegsmöglichkeiten.

Praxisintegriertes Bachelorstudium

PiBS – das Praxisintegrierte Bachelorstudium an Fachhochschulen – richtet sich an Personen mit gymnasialer Matura, einer Berufsmatura mit fachfremdem Lehrberuf oder einem anerkannten ausländischen Abschluss, die direkt an einer Fachhochschule studieren möchten. Parallel zum Studium in einem MINT-Fachbereich sammeln die Studierenden praktische Erfahrung in einem Partnerunternehmen.

Neue Infoseite

Die neue Website www.fhschweiz.ch/pibs soll insbesondere Studieninteressierten, Gymnasiast:innen sowie Unternehmen einen einfachen Ăśberblick ĂĽber das Angebot geben. Neben allgemeinen Informationen zum Studienmodell finden sich dort auch Hinweise zu teilnehmenden Hochschulen, zum Bewerbungsprozess sowie zu den Vorteilen des praxisnahen Studienwegs.

Studium und Praxiserfahrung kombinieren

Das PiBS-Modell verbindet ein Bachelorstudium mit einer praktischen Tätigkeit in einem Unternehmen. Studierende erwerben so nicht nur einen anerkannten Hochschulabschluss, sondern knüpfen bereits während des Studiums wichtige Kontakte zur Arbeitswelt. Gleichzeitig werden sie sowohl von der Hochschule als auch vom Praxisbetrieb begleitet. Durch den zusätzlichen Praxisteil dauert das Studium rund ein Jahr länger als ein klassisches Vollzeit-Bachelorstudium. Trotzdem ist PiBS bei Studierenden und Unternehmen sehr gefragt – die Nachfrage übersteigt in vielen Fällen das vorhandene Angebot.

Erfolgreiches Modell wird dauerhaft eingeführt

PiBS wurde 2015 als Pilotprojekt eingeführt, um dem Fachkräftemangel in den MINT-Bereichen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – entgegenzuwirken. Eine Evaluation im Jahr 2023 zeigte, dass das Modell auf individueller Ebene einen sinnvollen Beitrag zur Fachkräfteförderung leisten kann, ohne negative Auswirkungen auf das bestehende Bildungssystem zu verursachen. Ende 2025 beschlossen National- und Ständerat deshalb, PiBS dauerhaft einzuführen und im Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz zu verankern.

Angebot bleibt auf MINT beschränkt

Das Programm bleibt weiterhin auf MINT-Studiengänge beschränkt. Eine Ausweitung auf andere Fachbereiche wurde vom Parlament abgelehnt. PiBS soll eine Ergänzung zum bestehenden Bildungssystem bleiben – der reguläre Zugang zu Fachhochschulen erfolgt in den meisten Bereichen weiterhin über die Berufsmaturität.

Anbieter PiBS

Getragen wird das Angebot von mehreren Schweizer Fachhochschulen, darunter Berner Fachhochschule, Fernfachhochschule Schweiz, Fachhochschule Graubünden, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule Luzern, HES-SO, OST – Ostschweizer Fachhochschule und ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Die neue Informationsplattform www.fhschweiz.ch/pibs soll nun dazu beitragen, PiBS noch bekannter zu machen und Interessierten einen einfachen Zugang zu diesem Studienmodell zu ermöglichen.

Informationsplattform PiBS

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