Startup Academy Liestal: Bereits 21 Startups im Begleitprogramm



Im ersten Jahr hat sich die Startup Academy Liestal schneller als erwartet entwickelt. 220 Personen zählt das Netzwerk bereits, in dem sich 24 Männer und Frauen als Mentoren und Experten auf professioneller, freiwilliger Basis engagieren und inzwischen 21 Startups begleiten.

Das erste Betriebsjahr der Startup Academy Liestal am Standort Tenum kann sich sehen lassen: 20 Veranstaltungen mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden durchgeführt und 21 Startups befinden sich aktuell im Begleitprogramm. Die thematische Bandbreite der Startups könnte nicht grösser sein: Von der Hundepension über die Kletterhalle bis zum Hightech-Unternehmen. Letzteres, Inside Reality, ermöglicht «Virtual Reality ohne Brille» und wurde bereits beim Schweizer «IT-Oscar» ausgezeichnet – als Finalist beim Swiss Digital Economy Award. Aber auch das Startup «Hebdi» lanciert eine neue Idee am Wirtschaftsstandort Liestal: Wo früher das Bier der Brauerei Ziegelhof abgefüllt wurde, entsteht aus der ehemaligen Abfüllhalle eine Boulderhalle mit einer Kletterfläche von rund 500 m2 und verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Es handelt sich um fünf junge Leute, darunter der Parcours-Weltmeister Christian Harmat, die ein Leistungszentrum aufbauen, wo man einen Ninja-Warrior-Parcours absolvieren kann.


Moritz Kistenmacher: Vom Mentor zum Standortleiter


Moritz Kistenmacher, Standortleiter in Liestal, hat vor einem Jahr einen Schnellstart hingelegt: Nach einem CAS in Organisationsentwicklung stieg er bei der Startup Academy Basel als Mentor ein, und beim ersten Mentoren-Abend hörte er erstmals von einem neuen Standort Liestal. Dazu Moritz Kistenmacher: «Zwei Wochen später sassen wir mit Hans Jörg Luchsinger, Beat Andrist sowie Martin Steinbach und Florian Blumer im Tenum am Tisch. Es hat sofort gepasst, im Juli starteten wir und im Oktober fand der erste Netzwerkanlass mit 80 Leuten statt. In der Zwischenzeit haben wir auch noch einen Förderverein gegründet.»
Alle Beteiligten stimmen darin überein, dass das Startup Academy-Programm am Wirtschaftsstandort Liestal gut aufgenommen worden sei und jedes Startup vom Angebot profitieren könne. Dabei gelang es «Hebdi» als erstem Startup, im Rahmen eines erfolgreichen Crowdfundings CHF 85'000 zu erhalten. Aber viel Eigeninitiative sei bei allen Startups zu beobachten. Hinzu kämen tolle Partnerschaften, wie diejenige mit OHO-Design und ihrer grafischen Unterstützung.  


Startup Academy Liestal und die Initiative Schweiz


Als Standortleiter spüre man relativ gut, wie es jedem Startup gehe und wie es unterwegs sei, meint Moritz Kistenmacher. Insofern befinde sich die Startup Academy Liestal in einer vergleichbaren Lage, weil es um ähnliche Fragen gehe: Wie hält man die Kosten im Griff, wie kann man finanzielle Lücken schliessen oder wie gelange man an potentielle Partner. Und auch mit Absagen müsse man leben lernen.
Moritz Kistenmachers Fazit als Teilzeit-Geschäftsführer nach einem Jahr ist durchwegs positiv: «Es ist toll, dass es dieses schweizweite Netzwerk gibt und man als Geschäftsführer die Möglichkeit hat, das mitzutragen und davon zu profitieren – wie letzte Woche beim Dell-Event in der Messe Zürich. Über den Tellerrand zu schauen und sich auszutauschen, ist wertvoll, speziell weil es so schnell und informell geschieht.» Sein persönliches Ziel ist klar, er will beruflich in der Startup Academy ganz Fuss fassen.

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