Start-up Challenges: Arbeite nicht zu viel


Matthias Bürke | FH-Absolvent Alumni HWZ06.11.2019

Viele Gründer arbeiten Tag und Nacht bis zum Umfallen. Andere nehmen es eher gemütlicher oder sehen ihr Start-up gar als Nebenjob. Dabei ist der richtige zeitliche Einsatz nicht zu unterschätzen.

Unternehmer erzählen oft, wie viel sie arbeiten und wie wenig sie schlafen. Meistens ist dabei der genannte Durchschnitt von 12 oder 15 Stunden Arbeitszeit eher als einmaliges Maximum zu verstehen. Regelmässig lange zu arbeiten und wenig zu schlafen führt meiner Erfahrung nach nicht zu besserer Qualität. Es ist für mich durchaus möglich, stundenlang einfachere Arbeit zu verrichten, bei anstrengenderen Diskussionen bin ich aber auch einmal nach weniger als der Sollarbeitszeit richtig müde und brauche Feierabend. Dann gibt es auch noch die Gründer, die das Gefühl haben, mit wenig Arbeit reich zu werden. Wer das tatsächlich schafft, soll sich bitte umgehend bei mir melden. Alle anderen sind wahrscheinlich noch nicht auf dem Boden der Realität gelandet.


Viele Gründer arbeiten hingegen wirklich jeden Tag und meist sehr lange. Dabei fühlen sie sich oft überarbeitet und immer wieder ausgebrannt. Die Arbeit leidet darunter und die Erholungspausen werden immer länger. Mit der Zeit kippt das Verhältnis von Nutzen und Aufwand. Es hätte möglicherweise Sinn gemacht, früher Pausen oder auch mal ganze arbeitsfreie Tage einzulegen.


Ich hatte mir damals bei meinem Start-up eine goldene Regel angeeignet: Ich arbeite 6 Tage die Woche – maximal. Ein Tag bleibt fix frei und dient der Erholung und dem Privatleben. Auch wenn ich viel gearbeitet habe, habe ich mich so nie überlastet.


Matthias Bürke (www.matthias.bürke.ch)


Dieser Beitrag ist als Erstpublikation auf dem alumniHWZ Blog erschienen.

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