Schweizerisches Netzwerk zwischen Wissenschaft und Praxis


Christian Wasserfallen | FH SCHWEIZ10.12.2020

Wenn ich gefragt werde, warum Fachhochschulen so attraktive und angesagte Bildungsinstitutionen sind, habe ich eine sehr einfache Antwort: Fachhochschulen sind deshalb ein Filetstück in der Bildungslandschaft, weil sie eine optimale Verbindung von Wissenschaft, Praxis und aktuellsten Fragestellungen darstellen.

Verbindung von Wissenschaft und Praxis

Diese Kombination ist unschlagbar. Unschlagbar während des Studiums und vor allem danach. Der Erfolg der Fachhochschulen zeigt sich letztlich also in der hohen Arbeitsmarktfähigkeit ihrer Absolventinnen und Absolventen. Dass der Schlüssel in der praxisorientierten Lehre und der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung liegt, ist ebenso bekannt. Dies gilt nicht nur für Disziplinen wie Wirtschaft oder Technik, sondern auch für die vielen verschiedenen Fachbereiche, die unter dem FH-Dach vereint sind – von Agronomie über Gesundheit bis hin zu Kunst und Musik. FH SCHWEIZ vertritt all diese Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschulen schweizweit. Damit sind wir der einzige nationale Verband, der die Absolventen der Fachhochschulen vertritt und sich für dieses duale Profil von Wissenschaft und Praxis einsetzt. Nach einer kräftigen Wachstumsphase sind wir nun über 60 000 Mitglieder.


FH SCHWEIZ - Vertretung der FH-Absolventinnen und Absolventen

FH SCHWEIZ organisiert zahlreiche Anlässe, um das schweizweite Netzwerk von FH-Absolventen zusammenzubringen. Dabei spielen unsere Mitgliederorganisationen eine wichtige Rolle, die ihren Mitgliedern an der Basis viele Interaktionen ermöglichen. Im Umfeld des Verbandes gibt es eine Stiftung, die Projekte für den dualen Bildungsweg unterstützt. Weiter profitieren unsere Mitglieder von zahlreichen Dienstleistungen und Vergünstigungen.

Unser Anspruch ist es, politisch aktiv Einfluss zu nehmen. Wir nehmen in Bereichen, die für die Fachhochschulen relevant sind, Stellung zu neuen Gesetzen und bringen uns im parlamentarischen Prozess ein. Es war beispielsweise ein grosses Verdienst von FH Schweiz, dass im Rahmen des Hochschulgesetzes die Fachhochschulen als «gleichwertige, aber andersartige» Hochschulen in der Hochschullandschaft Schweiz aufgenommen worden sind. Damit wird das Schweizer Bildungssystem auf Hochschulstufe komplettiert und ein wichtiger Beitrag für die Deckung der grossen Nachfrage nach Fachkräften geleistet. Menschen, die ein FH-Studium absolvieren, sind es gewohnt, zwischen Wissenschaft und Praxis tätig zu sein, und wollen weiterkommen. Karriere und Lohnfragen beschäftigen sie sehr, weshalb FH SCHWEIZ regelmässig eine umfassende Lohnstudie durchführt. Als Schwerpunkt haben wir denn auch dieses Jahr die Frage der Nachwuchsförderung und der Entwicklungsmöglichkeiten in den Fachhochschulen thematisiert. Um das FH-Profil zu stärken, ist eigener Nachwuchs an den Fachhochschulen mit einer Berufslehre und FH-Studium wichtig. Dies gilt besonders für den Lehrkörper. Es braucht mehr Personen aus der Wirtschaft, die als Dozierende in den FH tätig sind. Das wäre vielleicht etwas für Sie?


Dieser Beitrag wurde als Erstpublikation im Magazin "persönlich" veröffentlicht.

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