Der Arbeitsmarkt und besonders der Einstieg in akademische Berufe sind anspruchsvoller geworden. Die Zahl arbeitsloser Hochschulabsolvierenden ist gemäss dem Bundesamt für Statistik in den letzten Jahren gestiegen, gleichzeitig verändern sich Erwartungen an Arbeit und Arbeitgeber. Eine Einstiegsmöglichkeit bieten Hochschulprogramme, welche die Fachkräfte von morgen gezielt fördern. Die Mobiliar setzt seit zehn Jahren auf solche Hochschulprogramme. Jan Herrmann (25) und Aline Zinniker (34) haben so ihre Karrieren beim Versicherungsunternehmen gestartet. Heute prägen sie die Zukunft des Unternehmens auf unterschiedliche Weise. Er seit kurzem als Aktuar, sie als Leiterin Talent Attraction.
Jan Herrmann: In der schnelllebigen Zeit gilt für mich als Versicherungsmathematiker, wie auch für andere: dem Wandel offen gegenüberstehen und ihn mitgestalten, indem man etwa neue Technologien einsetzt.
Aline Zinniker: Als Arbeitgeberin müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen und kommenden Generationen den Berufseinstieg ermöglichen. Damit bieten wir jungen Menschen eine Zukunft und sichern jene unseres Unternehmens.
Zinniker: Sie sind selbstbewusster, geben mehr Feedback und achten stärker auf Gesundheit. Sie wollen Verantwortung und Flexibilität. Das ist ein Gewinn, wenn sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer dafür offen sind. Und an diesen Bedürfnissen sind unsere Programme gewachsen. Der Fokus liegt heute auf Einsätze in mehreren Teams oder Teilzeitformaten neben dem Studium. Das bietet mehr Einblicke und Möglichkeiten.
Herrmann: Dank dem Einblick in mehrere Abteilungen habe ich herausgefunden, wie ich meine Fähigkeiten aus dem Physikstudium in unterschiedlicher Weise in der Praxis einsetzen kann.
Ich wurde dort gefördert, wo meine Stärken liegen.
Herrmann: Keine Versicherung (lacht). Wir sind Zahlenmenschen und eher unter dem Radar. Wir schätzen finanzielle Risiken ein, berechnen Prämien und Rückstellungen – schaffen also die Grundlage dafür, dass Versicherungsprodukte funktionieren und das Unternehmen langfristig stabil bleibt.
Herrmann: Die Unsicherheit war hoch und ich hatte mich bereits damit abgefunden, da zu dieser Zeit keine interne Stelle frei war. Glücklicherweise änderte sich das kurz vor Ende des Programms.
Zinniker: Unsere Ambition ist, möglichst viele Trainees weiterzubeschäftigen. Etwas Glück ist nötig, aber durch Eigenverantwortung können die Teilnehmenden sich in eine gute Ausgangslage bringen. Bei einem befristeten Einsatz lohnt es sich, ein internes Netzwerk aufzubauen. So ist eine Anstellung in einem anderen Bereich oder eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt möglich.
Durch den Austausch mit anderen Trainees habe ich einen umfassenderen Einblick ins Unternehmen erhalten, das hat meinen Horizont erweitert. Das gewonnene Selbstvertrauen in meine Arbeit ist mit der Festanstellung gewachsen. Ich wurde dort gefördert, wo meine Stärken liegen. Mit meinen Berechnungen bereite ich Zukunftsentscheide für die Mobiliar vor, das ist schon cool.
Fachliche Fähigkeiten kann man sich erarbeiten, Haltung weniger.
Zinniker: Fachliche Fähigkeiten kann man sich erarbeiten, Haltung weniger. Wer unsere Unternehmenswerte lebt, hat also gute Chancen. Wichtig ist, dass jemand Verantwortung übernehmen will sowie eine hohe Lern- und Veränderungsbereitschaft zeigt, denn die Arbeitswelt bleibt in Bewegung.
Herrmann: Und was gerade jetzt dafür spricht: Die Mobiliar feiert 2026 ihr 200-Jahr-Jubiläum, ein sehr spannendes Jahr. Und als genossenschaftlich verankerte Versicherung leisten wir durch verschiedenste Engagements unseren Beitrag für eine funktionierende Gesellschaft. Ein Teil davon zu sein ist sinnstiftend.