Ein häufiger Denkfehler: Viele behandeln KI wie eine Suchmaschine. In Wirklichkeit funktioniert Prompting aber eher wie ein Gespräch mit neuen Kollegen oder einem Lernenden in der ersten Woche.
Das bedeutet für dich:
Gib klare und verständliche Anweisungen.
Formuliere dein Ziel eindeutig.
Je präziser deine Anweisung, desto besser das Ergebnis.
Formuliere dein Anliegen möglichst klar – so, wie du es auch einem Menschen erklären würdest.
Statt: «Schreib etwas über Marketing»
Formuliere besser: «Erstelle einen kurzen LinkedIn-Post über aktuelle Marketingtrends im B2B-Bereich für ein Fachpublikum.»
Ein guter Prompt besteht fast immer aus diesen vier Elementen:
Ziel: Was genau soll dir KI liefern?
Kontext: Warum brauchst Du das, was dir KI liefern soll und für wen?
Quellen: Welche Informationen oder Beispiele sollen berücksichtigt werden?
Erwartungen: Wie soll die Antwort aussehen?
Nachfolgend findest du einen Beispiel-Prompt, der alle wichtigen Zutaten enthält:
«Erstelle 3–5 Stichpunkte zur Vorbereitung auf ein Meeting mit Kunde X zur ‘Phase 3+’-Kampagne. Nutze E-Mails und Teams-Chats seit Juni als Grundlage und schreibe in einfacher Sprache.»
Du bekommst bessere Ergebnisse, wenn du KI klar machst, in welche Rolle sie schlüpfen soll.
Beispiel-Prompt:
«Du bist HR-Leiter:in und musst Mitarbeitende über eine Phishing-Simulation informieren. Erstelle eine verständliche interne Mitteilung.»
Meta-Prompts sind spezielle Anweisungen, die KI nicht nur sagen, was sie tun soll, sondern auch, wie sie denken oder arbeiten soll. Sie helfen dir, präzisere Prompts zu formulieren und massgeschneiderte Antworten zu erhalten.
Beispiele:
«Bevor Du antwortest, liste drei mögliche Interpretationen meiner Frage auf. Lass mich entscheiden, welche am besten passt.»
«Erstelle den optimalen Prompt für folgende Aufgabe…»
«Analysiere meinen Prompt und gib Verbesserungsvorschläge.»
Die erste Antwort ist selten die beste. Halte den Austausch und die Unterhaltung mit KI am Leben. Bitte um Zusammenfassungen, Übersetzungen, konkretere oder detailliertere Ausführungen. Gib die Richtung vor und stelle Fragen.
Nutze Follow-ups wie:
«Fasse deinen Text kürzer zusammen»
«Beschreibe mir mehr Details zu Punkt 3»
«Formuliere verständlicher»
Gute Ergebnisse entstehen iterativ.
Frage dich bei deiner Arbeit und deinen Aufgaben laufend:
Kann ich diesen Prozess automatisieren?
Kann KI noch weitere Aufgaben übernehmen?
Oft liegt das grösste Potenzial nicht in einer einzelnen Anfrage, sondern im gesamten Workflow.
Hier findest du nochmals Beispiele, um dir eine hohe Prompt-Qualität zu verdeutlichen. Je mehr Infos deine Anfrage enthält desto besser:
Schwach:
«Schreibe etwas über erneuerbare Energien.»
Besser:
«Schreibe einen Fachartikel über erneuerbare Energien mit Fokus auf Solar- und Windenergie.»
Optimal:
«Verfasse einen detaillierten Fachartikel für Ingenieur:innen und Umweltwissenschaftler:innen über aktuelle Entwicklungen in der Solar- und Windenergie. Gehe auf technische Grundlagen, Effizienzsteigerungen und reale Anwendungen ein und beziehe aktuelle Studien und Branchenberichte ein.»
Schwach:
«Hilf mir, Fragen für ein Bewerbungsgespräch zu erstellen.»
Besser:
«Ich bin HR-Manager und bereite ein Interview für eine AI-Engineer-Position vor. Erstelle passende Fragen.»
Optimal:
«Ich bin HR-Manager und bereite ein Interview für eine AI-Engineer-Position vor. Analysiere den Lebenslauf und die Stellenbeschreibung und erstelle eine umfassende Liste an Fragen zur Bewertung der Eignung.»
Du fragst dich, wie du KI überhaupt einsetzen kannst? Hier findest du zehn Anwendungsfälle für den Einstieg. All diese Jobs können dir ChatGPT, Copilot & Co. abnehmen:
Meetings zusammenfassen
E-Mails entwerfen
Lange E-Mail-Threads zusammenfassen
Dokumente analysieren
Dich schnell in ein Thema einarbeiten
Ideen generieren
Informationen aus Gesprächen rekonstruieren
Texte übersetzen
Inhalte überarbeiten
Erste Entwürfe schreiben