Kunden überrennen ihr Startup


Redaktion FH SCHWEIZ | Redaktion | FH SCHWEIZ21.11.2019

Bewerben müssen sich alle einmal. Der Lebenslauf ist dabei das A und O. Das Startup ciivii bringt Qualität in jeden Lebenslauf. Das garantiert Co-Gründerin Rebecca Greter.

«Die Aare – und du träumst.» Mit diesem Slogan könnte die Stadt Aarau werben, zumindest wenn man sich das Entstehen von ciiviivor Augen führt: Zwei FH-Absolventinnen sitzen dort am Aareufer und machen sich Gedanken über die Zukunft. Und zack, die Idee ist da. Sie ist greifbar, konkret, aussichtsreich – ein Traum, der nach Umsetzung verlangt. 

Das war 2015, an einem Sommertag. Die zwei FHlerinnen machten sich gleich tags darauf an die Arbeit, aus dieser Idee ein Startup zu entwickeln. Die Idee war simpel: Stellensuchende zu unterstützen, mit prägnanten Bewerbungsunterlagen zu überzeugen.

Aus vielfältigen Erfahrungen im HR-Bereich wusste Rebecca Greter, eine der zwei FHlerinnen, dass die Idee Potenzial hat. «Bewerbende haben zunehmend Mühe, sich auf dem Bewerbungsmarkt zu positionieren», erklärt sie. «Hier setzt ciivii an. Wir erstellen professionelle und individuelle CVs und Bewerbungsschreiben. Unser Angebot ist schlank und transparent, das zeichnet uns aus.»

Rebecca Greter ist 36 Jahre alt. Sie machte ursprünglich das KV im Buchhandel, sammelte mehrere Jahre Berufserfahrung und wurde Mutter. Auf dem zweiten Bildungsweg holte sie die Maturität nach und studierte von 2010 bis 2014 Angewandte Psychologie an der FHNW. «An der Selbstständigkeit schätze ich die Möglichkeit zur Selbstbestimmung», hebt sie hervor. Sie sei eine Person, die rasch handle und gern umsetze. Probleme oder Pläne hin und her wälzen, das sei ihre Sache nicht. «Ich mag es, wenn ich ein Ziel vor Augen habe.»


«Vom ersten Tag an ausgebucht»

Voll ausgelastet zu sein, davon träumt jede Firma, egal ob Grosskonzern, alteingesessenes KMU oder Startup. «Wir waren komplett ausgebucht, vom ersten Tag an», verrät die Gründerin. «Heute unterstützen uns vier Angestellte. Wir wären sonst nicht in der Lage, die Nachfrage zu bewältigen.» Neben dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen für Privatpersonen, Outplacement-Agenturen und Headhunter ist Coaching das zweite Standbein von ciivii. «Das hat sich von selbst ergeben. Immer mehr Kunden wünschten eine weitergehende Beratung als nur unsere Expertise im Bereich Bewerbungsunterlagen. Wir bereiten unsere Kunden mit Interviewtrainings optimal auf das Bewerbungsgespräch vor und beraten zu Themen wie Bewerbungsstrategie, Laufbahnplanung und Umgang mit Stolpersteinen auf dem Karriereweg. Ferner bin ich gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin und unseren Mitarbeitenden laufend am Brainstormen. Wir möchten unsere Leistungen den Bedürfnissen des Marktes optimal und vorausschauend anpassen.»

Das grosse Interesse an ciivii verlangt eine Erklärung. Wieso holt man sich Unterstützung im Bewerbungsprozess und was bringt ein Interviewtraining konkret? Rebecca Greter kennt diese Fragen. Sie sagt: «In der Regel bewirbt man sich alle paar Jahre auf einen Job. Das Erstellen eines CVs gehört nicht zur Kernkompetenz von Arbeitnehmern. Es macht also Sinn, sich in diesem Bereich Unterstützung zu holen, sei dies aus zeitlichen Gründen, sei dies wegen des fehlenden Know-how.»


Mit frischem Schwung ins Masterstudium

Die Ärztin, der Verkaufsleiter, die Buchhalterin – sie tun es. Sie setzen auf die Kompetenz von ciivii. In einer Welt des Spezialistentums kauft man sich den Dienst ein, den man braucht. «Es ist eine sehr sinnstiftende Tätigkeit, Menschen auf dem beruflichen Weg zu unterstützen. Darüber hinaus erhalten wir spannende Einblicke in Werdegänge, Unternehmen und Berufsprofile. Das fordert uns, unsere Expertise permanent zu erweitern. Wir lernen stets dazu.» Und Lernen spielt auch ausserhalb von ciivii eine wesentliche Rolle in Greters Leben: Seit 2018 belegt sie den konsekutiven Masterstudiengang in Angewandter Psychologie, erneut an der FHNW. Startup, Studium, Familie: Zwischen diesen drei Pfeilern spielt sich ihr gegenwärtiges Leben ab. Sie sei mit grosser Leidenschaft bei allem dabei, meint sie dazu. «Das klingt vielleicht banal. Aber ohne Leidenschaft schafft man das nicht, ich zumindest nicht. Dank Leidenschaft entsteht stets neuer Antrieb.»


Dieser Beitrag erschien als Erstpublikation im Magazin INLINE November 2019.

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