Für einen besseren Zugang zur Therapie

Katja Iseli
Vorstand | FH SCHWEIZ
  • 21.11.2019
  • 2 min
Die Neuregelung der psychologischen Psychotherapie begrüssen wir ‚Äď nur die Therapiedauer löst Bedenken aus.

Der Fachbereich der Angewandten Psychologie ist ein bedeutender Teil der Fachhochschulwelt. Er leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung von Psychotherapeutinnen und -therapeuten.

Mit der angestrebten Neuregelung der psychologischen Psychotherapie im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) soll nun der Zugang zur Psychotherapie erleichtert werden. FH SCHWEIZ hat im Rahmen der Vernehmlassung k√ľrzlich eine Stellungnahme eingereicht, in der unser Verband die Ziele der Neuregelung unterst√ľtzt: Zugelassene Psychotherapeutinnen und -therapeuten sollen auf √§rztliche Anordnung hin alle psychotherapeutischen Leistungen selbstst√§ndig und auf eigene Rechnung erbringen k√∂nnen. Dies verbessert nicht nur den Zugang zur Psychotherapie, sondern baut auch H√ľrden in der Versorgung psychisch kranker Menschen ab. Zudem wird die Qualit√§t der Leistungserbringung verbessert.¬†

Der im Verordnungsentwurf vorgeschlagenen Beschr√§nkung auf 30 Sitzungen sowie der stufenweisen Anordnung von je 15 Sitzungen steht FH SCHWEIZ hingegen kritisch gegen√ľber. Das zus√§tzliche klinische Jahr soll zudem bereits w√§hrend der Weiterbildung und auch unter Leitung einer anerkannten Psychotherapeutin beziehungsweise eines Psychotherapeuten absolviert werden k√∂nnen. Dies auch, damit Ausbildungspl√§tze langfristig gesichert sind und der Nachwuchs durch ad√§quate Fachpersonen ausgebildet wird. Dies k√∂nnte allenfalls durch eine Praxisassistenz analog den √Ąrzten mit Verrechenbarkeit in der OKP umsetzbar sein. Die zuk√ľnftige Situation von angestellten Psychotherapeutinnen und -therapeuten ist in der Vorlage unklar. Es braucht weiterhin die M√∂glichkeit, psychotherapeutische Leistungen in einem Anstellungsverh√§ltnis zu erbringen.

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