Das Engagement von FH SCHWEIZ in der Bildungspolitik



FH SCHWEIZ hat sich auch in den letzten Wochen für die Interessen der Fachhochschul-Absolvent:innen in der Bildungspolitik eingesetzt. Wichtige Themen waren vor allem die KV-Reform und die Forderungen nach dem «Professional Bachelor».

Wichtige Änderungen fliessen in KV-Reform ein


Mit der Reform «Kaufleute 2022» werden die Verordnung über die berufliche Grundbildung und der Bildungsplan für den Beruf Kauffrau/Kaufmann EFZ überarbeitet. FH SCHWEIZ hat sowohl in der Anhörung dazu (siehe letztes INLINE) als auch in der nachträglichen Anhörung zum Fremdsprachenkonzept eine Stellungnahme eingereicht. In der ersten Anhörung hatte FH SCHWEIZ angemerkt, dass die Berufsmaturität «auch weiterhin während der Lehre möglich sein» muss. Das zusätzliche Konzept für die lehrbegleitende Berufsmaturität (BM1) wurde nun durch die zuständige Kommission und das SBFI abgenommen. Damit sollten die Berufsmaturität und der Übertritt an die Fachhochschulen sichergestellt sein. 


Neu sieht das Fremdsprachenkonzept zudem vor, dass alle Lernenden zwei Fremdsprachen erlernen. Somit ist gesichert, dass nebst Englisch eine Landessprache vermittelt wird (oder umgekehrt). FH SCHWEIZ hatte in der zweiten Stellungnahme das neue Fremdsprachenkonzept unterstützt. Der Erlass der Bildungsverordnung und die Genehmigung des Bildungsplans durch das SBFI sind für diesen August geplant. In der zweiten Jahreshälfte werden die Verantwortlichen der KV-Reform die Kommunikation intensivieren. Das ist positiv, denn das bestehende Informationsdefizit sorgte in den letzten Monaten für viel Kritik. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat im Rahmen der Anhörungen entschieden, die KV-Reform erst mit Lehrbeginn 2023 umzusetzen und den Start damit um ein Jahr zu verschieben.
Mehr dazu: www.fhschweiz.ch/kv-reform


Professional Bachelor/Master: Gegen Titelverwirrung

Die Forderungen nach dem «Professional Bachelor» und «Professional Master» für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung wurden in den letzten Monaten wieder lauter. Der Bundesrat beantragte die Ablehnung einer entsprechenden Motion, nahm aber im Sommer 2020 eine umfassende Auslegeordnung vor. Davon ausgehend hat das SBFI im Februar ein vierteiliges Folgeprojekt mit Massnahmen zur besseren Positionierung der Höheren Fachschulen lanciert:


  • Einbettung und Schnittstellen der HF-Abschlüsse im Bildungssystem (mit Fokus auf die Profilierung innerhalb
    der Tertiärstufe)
  • Strukturelle Merkmale der HF-Landschaft (mit Fokus auf die Anbieterstruktur, Finanzierung und Aufgabenteilung
    zwischen Bund und Kantonen)
  • Nationale Bekanntheit und Ansehen der HF-Abschlüsse sowie der Institutionen 
  • Internationale Bekanntheit und Ansehen derselben

Nun folgen die Konkretisierung und Validierung der vier Teilprojekte. Ein Bericht zum Projektstand sowie die weitere Terminplanung sind für Ende Jahr vorgesehen. FH SCHWEIZ bemüht sich, als Akteurin eingebunden zu werden. Wir sind für eine Stärkung des nationalen Qualifikationsrahmens der Berufsbildung (NQR) und gegen Titelverwirrungen.

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