5 Klischees über den Sprachaufenthalt: Was stimmt?


Noémie Obrist | Content Communication Manager Boa Lingua07.07.2020

Klischees über den Sprachaufenthalt und wie es dort zu und her geht, gibt es viele. Wie bei allen Vorurteilen lohnt es sich aber, diese zu hinterfragen: Stimmen sie wirklich? Oftmals mogeln sich nämlich viele «Halbwahrheiten» rein. Damit du weisst, worauf du dich gefasst machen solltest, wenn du einen Sprachaufenthalt machst, listen wir dir hier die fünf gängigsten Klischees über den Sprachaufenthalt auf und sagen dir, ob diese stimmen oder nicht.

Klischee 1: «Es hat nur Schweizer»

Im Sprachaufenthalt hat es doch nur Schweizer und so wendet man die Fremdsprache gar nie an – ein gängiges Klischee. Dieses müssen wir jedoch widerlegen. Einerseits kannst du es ein bisschen steuern, ob es in deinem Sprachaufenthalt viele Schweizer hat oder nicht. Denn einige unserer Partnerschulen bieten wir in der Schweiz exklusiv an, das heisst, die Wahrscheinlichkeit dort auf viele andere Schweizer zu treffen, ist relativ gering. Andererseits sind viele Schweizer nicht per se etwas schlechtes, denn dies bietet auch Vorteile. Es ist beispielsweise ein Merkmal, dass das Lerntempo der Klasse eher schnell und die Qualität des Unterrichts hoch ist.


Klischee 2: «Man geht viel offener auf andere zu»

Dadurch, dass du allein im Sprachaufenthalt bist und es allen anderen auch so geht, geht man automatisch viel offener auf andere zu.

In der Zeit im Sprachaufenthalt ist man viel extrovertierter und interessiert sich nicht, was andere über einen denken. Ist dem wirklich so? Bestimmt haben die ungewohnte Umgebung und der Ausbruch aus dem Alltagstrott Einfluss darauf, dass man viel offener und weniger voreingenommen ist. Ausserdem hat man auch mehr Zeit beziehungsweise mehr Raum, um sich auf andere Menschen einzulassen. Dies bietet zudem auch den Vorteil, dass man sich selbst plötzlich besser kennenlernt, weil man viel besser auf die eigenen Bedürfnisse und Gedanken achten kann. Und schlussendlich ist es nie etwas Schlechtes, wenn man lernt, dass es nicht so wichtig ist, was andere von einem selbst halten.


Klischee 3: «Im Sprachaufenthalt machen alle nur Party»

Party ohne Ende, Schule schwänzen und dem schönen Leben frönen – ein klassisches Klischee über den Sprachaufenthalt. Wir sagen, dass das nicht stimmt! Natürlich gibt es einige Destinationen, die mehr dafür bekannt sind, dass dort ein reges Nachtleben herrscht als andere. Aber auch an diesen Destinationen ist es stets von Mensch zu Mensch unterschiedlich. – genau wie auch zu Hause. Hier gehen auch nicht alle jungen Menschen jeden Abend Party machen. Du kannst dir also die Menge an Party frei aussuchen und dabei das Mass wählen, das für dich stimmt.


Klischee 4: «Man erlebt vieles, das man sonst nicht machen würde»

Ein Sprachaufenthalt bietet die Möglichkeit, aus Gewohntem auszubrechen und Neues zu wagen.

Bungee-Jumping, Skydiving, Surfen, Tauchen, einen Kochkurs besuchen, … Es gibt viele Dinge, die man nur im Sprachaufenthalt macht. Dieses Klischee trifft auf viele Sprachlernende zu. Und das Warum liegt eigentlich auch auf der Hand: Weil man diese Dinge zu Hause nicht machen kann (wie beispielsweise Surfen). Andererseits bietet ein Sprachaufenthalt natürlich auch einzigartige Möglichkeiten: Ein Kochkurs in Italien zu besuchen, hat natürlich eine ganz andere Wirkung als zu Hause nach der Schule oder nach der Arbeit einen Kochkurs zu machen. Ausserdem gibt es Destinationen, die sich beispielsweise für Adrenalin-Junkies besonders eignen, weshalb das Ausüben einer solchen Aktivität sehr naheliegend ist.


Klischee 5: «Man lernt nichts»

Im Sprachaufenthalt lernt man immer etwas: Man ist bei den alltäglichsten Dingen stets von der Fremdsprache umgeben.

Siehe Klischee 3: Da man immer nur Party macht, schwänzt man dann den Unterricht und lernt so nichts. Oder wenn man da ist, spricht man mit den Klassenkameraden nur Deutsch. Ob sich dieses Klischee bestätigt oder widerlegt, dafür ist man ganz allein verantwortlich. Schwänzt man den Unterricht, so ist man selbst Schuld, wenn man wenig Fortschritte macht. Auch wenn man trotzdem den ganzen Tag von der Fremdsprache umgeben ist, ist dies noch lange nicht der gleiche Lerneffekt. Und auch bei der Wahl seiner Freunde im Sprachaufenthalt – oder zumindest bei der Wahl der Kommunikationssprache – kann man sich selbst lieb sein und darauf achten, dass man die Fremdsprache auch in der Freizeit wirklich anwendet. Es ist also ganz und gar nicht so, dass man nichts lernt, obwohl man möchte. Im Gegenteil: Untersuchungen haben gezeigt, dass man in drei Wochen Sprachaufenthalt elementare Sprachkenntnisse um eine Niveaustufe verbessern kann, wofür man in der Schweiz in einem typischen Sprachkurs ungefähr ein ganzes Jahr benötigt.


Konntest du dir nach diesen Erklärungen ein besseres Bild von einem Sprachaufenthalt machen und hast nun selbst Lust, diese Erfahrung zu machen? Unsere Experten für Sprachaufenthalt beraten dich gerne, welcher Sprachaufenthalt am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Lass dich einfach unverbindlich und kostenlos beraten.


Dieser Beitrag wurde als Erstpublikation im Boa Lingua-Blog veröffentlicht.

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