Sein Fundament legte Marco Steg mit einem Maschinenbaustudium an der FHS St. Gallen (der heutigen OST – Ostschweizer Fachhochschule). Später folgte ein MBA. Über 20 Jahre war er als CEO und Senior Manager tätig. Seine Karriere startete er 1992 bei Geberit, wo er über elf Jahre im Projekt- und Senior Management tätig war. Danach leitete er bei Georg Fischer die Business Unit «Building-Technology». Ab 2008 agierte er als CEO – unter anderem bei Armstrong Metal Ceilings, der Romay AG, der Kubo Gruppe, der Swisspearl Gruppe und zuletzt bis Anfang 2025 bei der SYMA Holding AG. Heute präsidiert er die FDP. Die Liberalen Rapperswil-Jona.
Was hat dir dein Maschinenbau-Studium an der FH für deine spätere CEO-Rolle mitgegeben?
Marco: «Vor allem hat es mich gelehrt, dass hohe Belastungen möglich sind. Ein sogenanntes Abendtech neben dem Beruf verlangt viel Durchhaltewillen, da bleibt wenig Zeit für anderes. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig in einer solchen Phase ein gutes Umfeld ist. Nur wer Rückhalt hat, bleibt über längere Zeit leistungsfähig. Diese Erfahrung hat mich später auch als Führungsperson begleitet.»
Gibt es einen Moment aus deiner Karriere, der dich besonders geprägt hat?
«Ja, der Wechsel von der Produktentwicklung in den Verkauf als junger Ingenieur hat mich besonders geprägt. Plötzlich stand ich nicht mehr hinter den Produkten, sondern vor den Kund:innen. Da wurde mir klar, wie wertvoll eine technische Ausbildung ist. Ich konnte verstehen, worauf es ankommt, und mit fundiertem Wissen überzeugen.»
Was würdest du jungen FH-Absolvent:innen raten, die den Sprung in eine Führungsposition schaffen wollen?
«Wichtig ist, mutig und neugierig zu sein. Das gilt nicht nur für den Berufseinstieg, sondern fürs ganze Leben. Wer Neues ausprobiert, entwickelt sich weiter. Für Ingenieur:innen ist es zudem zentral, sich sehr bald mit Betriebswirtschaft anzufreunden. Wer ein Unternehmen oder ein Team führen will, muss auch Zahlen und Märkte verstehen.»