Generative KI ist im Arbeitsalltag angekommen – auch in Organisationen, die mit vertraulichen Informationen arbeiten. Berichte entwerfen, Texte korrigieren, Akten zusammenfassen: Mit KI-Diensten ist das schnell erledigt. Die Daten werden dabei jedoch häufig auf Infrastruktur im Ausland verarbeitet, was mit Datenschutzgesetz und Berufsgeheimnis schwer vereinbar ist. Viele Organisationen behelfen sich mit Weisungen zur manuellen Anonymisierung: ein Vorgehen, das im Alltag aufwendig und fehleranfällig bleibt.
Oft werden bei KI-Services die Daten der Kunden zwar getrennt gespeichert, die KI selbst teilen sich aber alle Kund:innen – vergleichbar mit einem Schliessfach in einer gemeinsamen Halle statt einem eigenen Tresorraum. Eine KI, die wirklich nur für eine Organisation arbeitet, war bisher Grosskonzernen vorbehalten, die sich eigene Rechenzentren leisten können.
Ein eigenes Modell pro Organisation – zu KMU-tauglichen Kosten
Tomyra AI schliesst diese Lücke. Das Spin-off betreibt kleine, aufgabenspezifische Sprachmodelle so effizient, dass sie auf Standard-Hardware laufen – auf einem Server im Schweizer Rechenzentrum, auf dem eigenen Server der Organisation oder auf einem kompakten Gerät im Büro. Das Modell arbeitet ausschliesslich für eine Organisation; was Mitarbeitende eingeben, verlässt deren Umgebung nicht.
«Organisationen mit vertraulichen Daten sollen KI nicht meiden müssen – sie brauchen eine KI, die zu ihren Pflichten passt», sagt Gründerin Dr. Mascha Kurpicz-Briki. «Unsere Forschung zeigt, dass kleine Modelle für die konkreten Aufgaben einer Organisation oft genügen. Dann kann die KI zu den Daten kommen, statt die Daten zur KI.»
Zur Lösung gehört die Einführung: Jede Instanz startet mit dem Wissen der jeweiligen Branche, und KI-Assistenten werden gemeinsam mit den Mitarbeitenden für die tatsächlichen Abläufe eingerichtet. Die Pilotphase mit ersten Organisationen soll in den kommenden Monaten beginnen.