Zweimal Master und eine Geschäftsidee – BGM



Digitalisierung 4.0 ist in aller Munde, Gesundheit erlebt Renaissance. Viele Unternehmen oder mit einer Zahl ausgedrückt 62 Prozent bemühen sich mit gesundheitsförderlichen Massnahmen, einzelnen Aktionen. Ein systematisches und nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) konnte ich in 21 Prozent der untersuchten Unternehmen finden.

1. September 2015, als wir die Master-Thesis mit dem Referenten Prof. Dr. Harley Krohmer zum EMBA Abschluss bei der PHW einreichten, sagte ich zu meinem Mitstudenten und Co-Verfasser Marco, dass ich das Studieren nun für eine Weile «gesehen» hätte. Zwei Wochen später meldete ich mich bei der FFHS zum CAS in Gesundheitspsychologie an, im Sommer 2018 verteidigte ich in Bern dann meine zweite Master Thesis: «BGF-Entwicklungsstand und Potenzial Schweiz 2018», bei Dr. Nicola Jacobshagen. Das Spezielle, KMU und Grossbetriebe waren im Sample gleichermassen vertreten: Grossunternehmen verfügen im Mittel über einen höheren Entwicklungsstand Betrieblicher Gesundheitsförderung als KMU, dazu kommt ein Nordsüd-Gefälle. Betreffend den Wirtschaftssektoren fallen die Unterschiede eher gering aus. Im Vergleich zur DACH-Region verfügt die Schweiz über einen ähnlichen Entwicklungsstand, wobei sich die Praxis der Betrieblichen Gesundheitsförderung stark unterscheidet. Dies zu den Erkenntnissen aus der Arbeit.

 

Vom Studenten zum Geschäftsführer: Mit der Idee, Wirtschaft und Gesundheitsförderung für Betriebe gewinnbringend als Beratermodell zu kombinieren und eine Win-Win-Situation zu schaffen, gründete ich kurzerhand die Startup-Firma Netzwerk Gesundheit Schweiz GmbH. Im Fokus liegt das KMU-Geschäftsfeld, da sich grössere Unternehmen ihr eigenes BGM-Fachpersonal leisten. Die Verbreitung von BGM hält sich aktuell in Grenzen und Betriebe verkünden, dass sie schon viel in diese Richtung unternehmen: Früchtekorb, Bike-2-Work, Yoga über Mittag etc., doch BGM beinhaltet mit verhältnisorientierter Verhaltensprävention mehr als Gesundheitsförderung im Setting Betrieb. Richtiges BGM befähigt zu gewinnbringenderem Human-Kapitaleinsatz, zur Steigerung der Performance, zur Senkung der Gesamtkosten und zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

 

Und was nun? Zukünftig ist davon auszugehen, dass BGM vermehrt auch strategische Bedeutung erhält. Heute ist unser Team bereits begeistert, wenn sich eine Unternehmung oder ein Verband zum Thema sensibilisieren lässt. Unser Kompetenzzentrum, ich, Hubonautin Corinne (vom Impact-Hub Bern) und Lea, unsere psychologische Allrounderin, vereint die Disziplinen Betriebswirtschaft, Gesundheitsförderung, gesunde Bewegung und Arbeits- und Organisationspsychologie. Zudem bin ich von der Gesundheitsförderung Schweiz akkreditierter Berater zum Qualitätslabel Friendly Work Space. Stell dir vor, plötzlich sprechen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BGM, nur das Management nicht. Hilfst du uns, weitere Unternehmen zu sensibilisieren, z.B. deine? Wir freuen uns, von dir zu hören.

PS: Möchtest du dir einen Überblick zum Thema BGM verschaffen, dir ein Verlagsexemplar der Master-Thesis zum Sonderpreis von 35 Franken sichern und die Arbeit auch gratis zum Download erhalten? Wir freuen uns über deine Kontaktaufnahme dazu.

 

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