Meine erste Woche an der HWZ


Annina Dotta | Studentin HWZ FH SCHWEIZ | 28.09.2018

Anfangs Sommer schien er noch so weit weg zu sein und plötzlich war er da. Der erste Tag in einem neuen Lebensabschnitt. Der Beginn des Studentenlebens.

 

Am 17. September starteten wieder knapp 300 neue Bachelor-Studentinnen und Studenten ihr Studium an der HWZ. Als eine von wahrscheinlich vielen lief ich am Montag nach der Arbeit ganz aufgeregt an der Sihl-Post vorbei zum HWZ-Gebäude und bereitete mich mental auf das Neue und Unbekannte vor. Ganz nervös betrat ich das Gebäude, das so unbekannt und neu auf mich wirkte. Daraufhin folgte bereits die erste Herausforderung. Wo ist das Zimmer LAD 102? In der Beschreibung stand lediglich (im 1. Stock) verwirrt stand ich zwischen den beiden Treppen, unwissend, dass schlussendlich beide an denselben Ort führten. Zum Glück war ich etwas zu früh dort und entschied mich für die Treppe links von mir. Der Raum war schlussendlich nicht zu übersehen. Zum Glück lernte ich im Gang zum Zimmer LAD 102 schon jemand kennen, die dann auch mit mir in derselben Studiengruppe war. Huch, die erste  Hürde geschafft.

 

Während der Einführungsveranstaltung wurden wir mit Informationen überschüttet. Ich wusste gar nicht wie ich das alles aufnehmen sollte. Doch die wichtigsten Fakten sind hängengeblieben: Anstrengung gehört dazu; Wenn man es will, dann schafft man es auch; Party-Modul am 2. November 2018 (das Wichtigste). Anschliessend ging es zur Prüfung der Zulassungspapiere, was in meinem Fall aber relativ schnell ging. Am Apéro trafen sich dann alle wieder. Dieser bot etwas Zeit um sich bereits mit den ersten Personen auszutauschen.

 

Nach dem Apéro mussten wir alle in unsere Studiengruppen. Nach einigen weiteren Informationen, machten wir ein paar Kennlernspiele. Das war super, denn so kam man mit den neuen Mitstudenten etwas ins Gespräch. Mit dröhnendem Kopf und vielen neuen Eindrücken lief ich nach der Veranstaltung an den Hauptbahnhof und war froh, als ich dann endlich im Zug Richtung Zuhause sass.

 

Am nächsten Morgen hatten wir bereits den ersten richtigen Schultag. Ich war nicht mehr so aufgeregt, da ich ja bereits einige aus meiner Studiengruppe kennenlernen konnte. Sehr gespannt auf das neue Fach "Wissenschaftsmethodik 1" betrat ich das Schulzimmer. Der Dozent war sehr freundlich und gestaltete für uns einen spannenden Morgen.

Ganz so einfach ist es doch nicht mehr, wenn man sich drei Stunden voll konzentrieren muss. Wie soll ich mich in den Stunden genau organisieren? Schreibe ich einfach Wort für Wort mit? Mache ich mir handschriftliche Notizen oder arbeite ich doch lieber mit dem Laptop? Das sind alles Dinge, die ich so noch für mich herausfinden muss.

 

Am Mittag gingen einige aus unserer Studiengruppe zusammen essen. Da bot sich wieder mal die Gelegenheit, die Personen etwas besser kennen zu lernen. Da wir ja alle Kommunikation studieren, war jeder ziemlich offen und wir kamen alle leicht ins Gespräch. Die Angst, keinen Anschluss zu finden, verflog langsam. Eine Stunde später, fanden wir uns alle im Klassenzimmer wieder. Wissenschaftsmethodik 1 wurde fortgesetzt. "Sie finden alle Unterlagen im E-Learning." Moment mal. Ist dies das Gleiche wie das Extranet? Und dann gibt es ja noch das MS Teams und Office 365. Auch hier musste ich zuerst einmal einen Überblick bekommen. So viel Neues! Aber ich werde mich bestimmt noch daran gewöhnen. Mit den ersten Gruppenaufgaben und Aufträgen verliess ich an diesem Dienstag die HWZ und fand, dass ich für mich genau den richtigen Studiengang gefunden habe.

 

Auch der Geschichtsunterricht am Donnerstagabend, bestätigte mein Gefühl. So viele spannende Fächer. Zuerst mussten wir einen Einstufungstest absolvieren. 20 Minuten hatten wir Zeit hierfür. Und Obwohl mein Lieblingsfach in der Wirtschaftsmittelschule Geschichte war, war ich schockiert, wie wenig ich noch wusste. Anschliessend ging der Dozent in einem Eiltempo durch die Geschichte des Imperialismus bis zum 1. Weltkrieg. Mit Schreiben kam ich kaum hinterher. Als der Unterricht zu Ende war, lief ich völlig erschöpft und müde aus dem HWZ-Gebäude.

 

Nachdem nun auch schon die zweite Schulwoche vorbei ist, gewöhne ich mich langsam an das Studi-Leben. Trotzdem gibt es noch einiges, was ich lernen muss. Vor allem im Bezug auf Organisation. Wie und wann lerne ich? In welchen Abständen? Wie organisiere ich mich im Unterricht? Wie bringe ich Privat- & Arbeitsleben plus den Schulalltag unter einen Hut? Ich bin überzeugt, dass es nicht nur mir so geht. Aber ich glaube fest daran, dass wir das alle schaffen und in 4 Jahren dann unser Bachelor-Diplom in den Händen halten werden.

Kommentar erfassen