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Malik Hashim - «Das Studium war für mich eine Lebensschule»

Ein 80%-Pensum bei der Insel Gruppe, eine eigene Firma und ein aktives Sozialleben: Malik Hashim mag es, wenn etwas läuft im Leben. Durch sein Betriebsökonomiestudium an der BFH Wirtschaft lernte der Berner, Prioritäten zu setzen, sich selber zu motivieren und theoretisch erworbenes Wissen in seinen beiden Jobs erfolgreich einzusetzen.

Malik’s Entscheid, ein Bachelorstudium am Departement Wirtschaft der BFH zu beginnen, hatte mit seinem Wissensdurst und mit seiner damaligen beruflichen Situation zu tun. Nach Abschluss der Berufslehre arbeitete er bei der Swisscom im Verkauf: «Ich merkte, dass ich gut verkaufen kann, dass es mir gefällt, aber dass ich nicht vorwärtskomme.» Betriebsökonomie habe ihn schon immer interessiert; er wollte wissen, wie die verschiedenen Disziplinen zusammenhängen. Die Praxisorientierung und der zentrale Standort in Bern waren Gründe, weshalb er sich für die BFH entschied.

Das Studium selbst verlief dann nicht immer einfach. Nach der Assessmentstufe stand Malik vor einem wegweisenden Entscheid: Abbrechen oder wiederholen? Er realisierte, dass er mehr Zeit und Aufwand investieren musste, wenn er es schaffen wollte. Diese Erkenntnis hilft ihm auch heute: «Das Studium war für mich eine Lebensschule. Es zeigte mir: Wenn du etwas erreichen willst, musst du auch die Prioritäten dafür setzen. Ich habe erkannt, dass ich das Studium nicht für meine Eltern oder mein Umfeld mache, sondern für mich.» Dies habe ihm viel Motivation gegeben und damit konnte er sein Bachelorstudium im Sommer 2020 erfolgreich abschliessen.

Der Bezug zur Berufspraxis war Malik Hashim auch während dem Studium sehr wichtig. Er studierte in Teilzeit, arbeitete daneben als Senior Trainer bei der Swisscom und schätzte die Inputs von externen Referent*innen gegen Ende des Studiums. Nach seinem Bachelorabschluss suchte er das Gespräch mit seinem Arbeitgeber und konnte in eine Projektmanagement-Funktion mit mehr Verantwortung und grösserem Handlungsspielraum wechseln. Seit Februar 2022 arbeitet er nun als Application Analyst / Principal Trainer bei der Insel Gruppe und unterstützt die Organisation, an der Schnittstelle zwischen den Nutzer*innen und der IT, bei der Einführung eines neuen Klinikinformations- und Steuerungssystems. Dabei kann er oft auf die Kompetenzen, die er sich während dem Studium angeeignet hat, zurückgreifen.

Seit gut anderthalb Jahren ist der Berner zudem Teil der Kitoko GmbH. Seine beiden Geschäftspartner, die das Unternehmen bereits zwei Jahre zuvor gegründet hatten, lernte er beim Fussballspielen kennen: «Wir kamen locker ins Gespräch und haben festgestellt, dass wir alle aus dem Trainings- und Bildungsbereich kommen. Ihre Persönlichkeiten inspirierten mich, sodass ich dachte: Da will ich mitmachen.» Das Unternehmen ist in drei Bereiche aufgeteilt, die in Wechselwirkung zueinanderstehen:

  • Im Kitoko Research finden empirische und explorative Forschungsaktivitäten statt, um progressive Teamkulturen und zwischenmenschliche Fähigkeiten fĂĽr den agilen Arbeitsmarkt von morgen zu erforschen.
  • Die Kitoko Academia berät und begleitet Bildungsinstitutionen bei der Ăśberarbeitung, Implementierung und DurchfĂĽhrung von menschenzentrierten, progressiven Lehrgängen und rĂĽstet junge Talente mit zukunftsrelevanten FĂĽhrungs- und Soft Skills aus.
  • Das Kitoko Business begleitet FĂĽhrungskräfte und Professionals auf individueller Ebene in der agilen Arbeitswelt, unterstĂĽtzt Teams in Veränderungs- und Kollaborationsprozessen und begleitet Unternehmen bei Kulturveränderungen und in der Transformation.

 

Als ehemalige Studenten können sich die drei Gründer gut in die Situation der Studierenden, welche Sie im Bereich der Kitoko Academia begleiten, versetzen: «Aus unserer Erfahrung sind die Student*innen teilweise auch ein bisschen überfordert, wenn sie auf den Arbeitsmarkt gehen, weil sie gar nicht genau wissen, in welchem Bereich sie jetzt eigentlich arbeiten wollen.» Mit verschiedenen Modulen an Fachhochschulen und einem zukünftigen Workshop an der BFH wollen sie diese Fragen mit den Student*innen aufgreifen und ihnen helfen, herauszufinden, wo ihre Selbst- und Sozialkompetenzen liegen.

Ein Unternehmen neben einem 80%-Job aufbauen und managen – wie geht das? «Für Kitoko arbeite ich halt auch am Freitag oder Samstag oder abends unter der Woche», sagt Malik und ergänzt: «Dafür habe ich eine hohe intrinsische Motivation – weil es mein «Eigenes» ist.» Sein Privatleben komme dabei nicht zu kurz. Er sei zwar vielbeschäftigt, aber schliesslich habe ihn gerade das Studium an der BFH gelernt, gut zu priorisieren. Auch wenn die Zeit und Ressourcen manchmal knapp sind und ein grosses Unternehmen mehr (finanzielle) Sicherheit bietet, bereut Malik den Entscheid zur Selbständigkeit auf keinen Fall: «Im eigenen Unternehmen bist du der Entscheidungsträger – also meine zwei Partner und ich. Diese Erfahrung kann mir niemand sonst geben. Daher würde ich sofort wieder die gleiche Entscheidung treffen.»

Dieser Artikel ist als Erstpublikation in den News + Storys der BFH erschienen.

Steckbrief

Departement
Departement Wirtschaft

Studiengang
Bachelor Betriebsökonomie

Beruf
Application Analyst / Principle Trainer bei der Insel Gruppe
Head of Finance & Managing Partner bei Kitoko GmbH

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