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Gesponserter Artikel

Die Komfortzone verlassen – den Horizont erweitern

SWISSINT
Kompetenzzentrum der Schweizer Armee für Auslandseinsätze
  • 01.02.2022
  • 5 min
Korea, Kaschmir, Kosovo: In insgesamt 19 von Kriegen und Konflikten geprägten Ländern sind Schweizer Armeeangehörige für die Friedensförderung derzeit im Einsatz. Das militärisch-internationale Umfeld ist eine ideale Schule, um Auslands- und Lebenserfahrung zu sammeln. Aktuell leisten rund 280 Schweizer*innen einen befristeten Dienst in 15 multinationalen Missionen, die sich auf vier Kontinente verteilen. Sei es als Militärbeobachter*in inmitten steil aufragender Bergspitzen im Kaschmir, als Datenbankspezialist*in der Minenräumung in der sandumwehten Weite der Westsahara oder als Mitglied eines Verbindungsteams in der sommerlichen Hitze Bosnien-Herzegowinas.

Abwechslung bereichert den Alltag

Als Beispiel, wie spannend die Friedensförderung ist, kann der Einsatz im Kosovo dienen. Seit April 2021 ist es mit 195 Soldat*innen das personell grösste Engagement des seit über 20 Jahren dort stationierten SWISSCOY- Kontingents. Es vereint auch die weiteste Bandbreite an Funktionen: Erbracht werden unter anderem Leistungen im Hauptquartier der Kosovo Force (KFOR), in der medizinischen Versorgung, im administrativ-organisatorischen, handwerklichen und logistischen Bereich, im Strassen- und Lufttransport, in der Kampfmittelbeseitigung sowie der Lagebeobachtung. Zentral sind dabei die Tätigkeiten der Liaison and Monitoring Teams (LMT), die den Kontakt zur Bevölkerung und zu Funktionstragenden aus verschiedensten Bereichen der lokalen Gesellschaft pflegen. Dies macht sie zu den sogenannten «Augen und Ohren» der KFOR, zu einem Frühwarnsystem für das Kommando der Mission. In Bosnien-Herzegowina übernehmen die Liaison and Observation Teams (LOT) an zwei Standorten eine ähnliche Funktion.

Häufig sind Absolventinnen und Absolventen von geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen unter den Angehörigen der LMT oder der LOT anzutreffen. Ihr während dem Studium gesammeltes Wissen in den Bereichen der Politikwissenschaften, Geschichte, oder auch Ethnologie kann einen erheblichen Mehrwert für diese Beobachtungsteams darstellen, da sie die Informationen der lokalen Gesprächspartner gegebenenfalls differenzierter beurteilen können.

Alleinstellungsmerkmal im Lebenslauf

Egal, in welcher Lebenssituation man sich befindet, Einsätze bei der Friedensförderung bereichern die Lebens- und Berufserfahrung. Sie eignen sich für berufliche Neuorientierungen genauso wie für Sabbaticals oder Zwischenjahre. Denn zusätzlich zur abwechslungsreichen und fordernden Tätigkeit, kommt man auch in persönlichen und beruflichen Austausch mit Menschen anderer Kulturen. Durch die fundierte Ausbildung und das internationale Arbeitsumfeld werden neue Fähigkeiten erlernt und Bestehendes vertieft. Man kann Fremdsprachen anwenden, ein internationales Netzwerk aufbauen und gleichzeitig einen Beitrag für den Frieden leisten.

Ihr Einsatz zählt!

Während für UNO-Missionen mindestens ein Grad als Oberleutnant nötig ist, besteht in den beiden Ländern im Balkan die Möglichkeit zu einem Einsatz bereits ab Grad Soldat. Frauen ohne absolvierte Rekrutenschule können bei passender ziviler Qualifikation ebenfalls bestimmte Funktionen übernehmen. Eine Übersicht über sämtliche Stellenbeschriebe, Informationen zu den Missionen sowie die Möglichkeit einer Teilnahme an einer virtuellen Informationsveranstaltung für einen friedensfördernden Auslandseinsatz ist auf www.armee.ch/peace-support zu finden.


Einsatzdauer im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina:

Ausbildung: 2-3 Monate in Stans-Oberdorf
Einsatz: 6 Monate im Ausland

 

Einsatzdauer in UNO-Missionen in Afrika, Asien und Europa:

Ausbildung: Ca. 2 Monate in Stans-Oberdorf
Einsatz: 1 Jahr im Ausland


Grundvoraussetzungen für einen Einsatz:

  • Schweizer Staatsangehörigkeit
  • Abgeschlossene Berufsausbildung, Matura oder Studium
  • Einschlägige zivile und/oder militärische Fachausbildung
  • Abgeschlossene Rekrutenschule (Frauen ohne Rekrutenschule können der Funktion entsprechend militärisch ausgebildet werden)
  • Offiziersausbildung mindestens im Grad Oberleutnant (Bedingung für UNO-Missionen)
  • Fremdsprachenkenntnisse je nach Funktion (v. a. Englisch)
  • Führerausweis Kategorie B
  • Alter: 18/25 bis 55/65 Jahre

 

 

 

Kontakt:

Kompetenzzentrum SWISSINT
Kasernenstr. 4, 6370 Stans-Oberdorf
Mail: info.swissint@vtg.admin.ch
Tel.: 058 467 58 58
Web: www.peace-support.ch