Was stellt dich bei deiner Arbeit als wissenschaftlicher Illustrator immer wieder vor Herausforderungen? Wie meisterst du die?
In meinem Berufsalltag arbeite ich viel mit Wissenschaftler:innen zusammen. Die
Herausforderung dabei ist, komplexe Sachverhalte in möglichst verständlicher und
ästhetisch ansprechender Form wiederzugeben. Da wir von der öffentlichen Hand
finanziert werden, ist es auch wichtig, Inhalte für alle Bürger:innen zugänglich zu machen.
Am besten gelingt mir das, indem ich neben den gestalterischen Fähigkeiten auch mein
Fachwissen immer weiterentwickle.
Wo findest du Inspiration?
Durch meine Tätigkeit in der Archäologie komme ich mit sehr alten Objekten in Kontakt. Ich bin immer wieder fasziniert von Designs, die bereits vor Jahrtausenden entstanden sind. Der Wunsch nach Ästhetik war schon immer vorhanden und das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft. Mich inspiriert aber auch der Zufall. In der Gestaltung sollte immer genug Platz für Zufälle sein. Daraus kann Neues entstehen.
Gibt es ein aktuelles Projekt, das dir besonders am Herzen liegt?
Im Museum für Archäologie in Frauenfeld wird die Dauerausstellung überarbeitet. Ich durfte dafür ein ein wandfüllendes Bild vom Innenraum eines Pfahlbaugebäudes gestalten. Es ist schön zu sehen, wie gut sich Illustrationen für den Museumskontext eignen. So wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein lebendiger Einblick in die Vergangenheit ermöglicht. Das funktioniert für Kinder genauso wie für Erwachsene.