«Bei unbrauchbaren Ideen erlaube ich mir, diese einfach beiseitezulegen»

Melanie Grauer arbeitet seit 2019 als selbstständige Illustratorin in Zürich. Ihre Arbeiten reichen von Editorial Illustrationen, die Farbe nicht scheuen, über surreale, verschlungene Plakatwelten bis hin zu Wandbildern und Comics.

Seit 2023 ist sie Redaktionsmitglied für das Jumi Kindermagazin und illustriert dabei Texte und den wiederkehrenden Comic „Löffel, Zipp & Mo“ auf der letzten Seite. 

Was machst du, wenn du keine gute Idee für die nächste Illustration hast? Hast du einen Trick, um auf neue Ideen zu kommen?

Bei unbrauchbaren Ideen erlaube ich mir, diese einfach beiseitezulegen. Dabei bin ich teilweise frustriert, aber bessere Ideen kommen meist erst, wenn mein Kopf dazwischen eine großzügige Pause hatte. Kochen, Spazieren und eine Nacht drüber schlafen. Danach sieht es meist schon anders aus. Ich versuche, Entwürfe frühzeitig einzuplanen, damit ich mir diese Pause gönnen kann.

Wer oder was inspiriert dich?

Ich bin froh, dass ich Inspiration nicht an eine bestimmte Person oder Sache festmachen muss. Im Alltag ist es wohl ein buntes Gemisch aus Gefühlen, Erlebnissen und Mitmenschen, die mich inspirieren.

Ganz bewusste und erfüllende Inspirationsmomente empfinde ich aber an grossen Veranstaltungen, die eine Vielfalt an Künstler:innen und Illustrator:innen zusammenbringen, wie zum Beispiel das Fumetto. Da kriege ich oft Lust, nach Hause zu rennen und Neues auszuprobieren.

Gibt es ein aktuelles Projekt, welches dir besonders am Herzen liegt?

Ich habe mich in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, um eine Bewilligung bemüht, um ein großes Wandbild an einer Stelle zu malen, die mir sehr am Herzen liegt. Die Bewilligung habe ich bereits und möchte mir nun die Zeit nehmen, das Projekt aufzugleisen und umzusetzen.

Über «Meet the Illustrator»

Die hier porträtierten Illustrator:innen sind FH-Absolvent:innen und Mitglied bei www.illustratoren-schweiz.ch. Der Verein Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz macht professionelle Illustration zugänglich und fördert die Vernetzung. Die Interviews sind erstmals als Teil der Porträtserie «Meet the Members» von Illustrator:innen Schweiz entstanden.