Wir steuern heute grosse Teile unseres Lebens vom Smartphone oder dem Computer aus und erledigen so praktisch alles: Bankgeschäfte, Steuererklärung, Einkäufe, ÖV-Fahrten, Ferienbuchungen, Kommunikation. Immer mehr davon lässt sich analog gar nicht mehr erledigen. Die Zukunft wird noch digitaler: Gebäude, Verkehr, Energieversorgung, Gesundheit – kaum ein Bereich wird in den kommenden Jahren noch funktionieren wie heute. Den grossen Herausforderungen wie dem Umstieg auf erneuerbare Energien, besserer Energieeffizienz oder der Dämpfung des Fachkräftemangels durch automatisierte und KI-unterstützte Prozesse wird heute bereits mit digitalen Lösungen begegnet.
Die Gesellschaft hat in dieser digitalen Welt ein Recht auf einen gleichberechtigten, sicheren und einfachen Zugang – unabhängig von Alter, Wohlstand, IT-Affinität, Bildungsstand oder sozialem Status. Während die Anbieter bei ihren digitalen Produkten häufig vor allem die eigenen Interessen im Sinn haben, geht die User- Orientierung, also die Entwicklung für eine einfach zugängliche Bedienung, noch zu oft vergessen. Die Folge ist eine digitale Spaltung: Während einige Menschen von technologischen Fortschritten profitieren, haben andere aufgrund von mangelndem Zugang zu Technik oder Bildung Schwierigkeiten, mitzuhalten. Fachhochschulen setzen sich in ihrer praxisorientierten Schnittstellenfunktion zwischen Industrie, Fachwelt und Gesellschaft verstärkt dafür ein, die Kommunikation zwischen Menschen und digitalen Produkten so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.
Eine App für Millionen unterschiedlicher Menschen gleichermassen intuitiv bedienbar zu machen ist eine Herausforderung, die nur von interdisziplinär ausgebildeten Fachkräften gelöst werden kann. Personen, die sowohl die Benutzenden wie auch die technischen und prozessbedingten Anforderungen verstehen. Oft eben Personen, die an einer FH ausgebildet wurden.