Wie bist du bei Apostroph gelandet?
Barbara: Während meines Studiums der Angewandten Sprachen absolvierte ich bei Apostroph ein Praktikum. Man zeigte mir Entwicklungsmöglichkeiten auf, die mich reizten. So klopfte ich nach dem Abschluss wieder an die Tür von Apostroph. Jetzt bin ich seit mehreren Jahren hier und immer noch happy.
Wie sehen deine Aufgaben für FH SCHWEIZ aus?
Als Single Point of Contact bin ich die persönliche Kontaktperson für FH SCHWEIZ. Ich beauftrage die passenden Fachübersetzerinnen und Fachübersetzer, konvertiere komplexe Dateiformate, mache die Qualitätskontrolle der Texte, pflege die Terminologiedatenbank, koordiniere die Termine. Die Arbeit mit FH SCHWEIZ macht mir grosse Freude, die Kommunikation funktioniert – wir suchen und finden gemeinsam immer die besten Lösungen.
Was macht deinen Beruf spannend?
Die Vielfalt. Wir übersetzen alles vom Geschäftsbericht bis zu Filmuntertiteln. Auch der Kontakt mit Kunden und Übersetzungsprofis aus verschiedenen Ländern macht Spass. Und das Thema Sprache ist für mich sowieso nie langweilig.
Wie meinst du das?
Sprache ist dynamisch, das fasziniert mich. Nehmen wir die deutsche Sprache. Der erste Duden von 1880 kannte 27’000 Stichwörter, heute sind es 148’000. Dazwischen liegen 140 Jahre Sprachgeschichte. Wörter verschwinden, unzählige kommen hinzu. Sprache lebt!
Beispiele?
Spontan kommen mir Geisterspiel, Tiny Houses und Elektroscooter in den Sinn. Am besten lest ihr folgenden Text einer Kollegin, die den neuen Duden unter die Lupe genommen hat.
Duden 2020 – neue Zeiten, neue Wörter
Die Duden-Redaktion gab dem Jägersmann und der Vorführdame den Laufpass und zog «erschrecklich» und «saugrob» aus dem sprachlichen Verkehr. Sage und schreibe 3’000 Wörter kamen 2020 hinzu. Einschneidende Ereignisse und Megatrends prägen unsere Sprache und damit den Duden. Die gegenwärtige Pandemie bringt Begriffe wie Covid-19, Social Distancing, Lockdown, Atemschutzmaske, Herdenimmunität und Reproduktionszahl ins Nachschlagewerk. Die Bewegung Fridays for Future setzt mit Mikroplastik, bienenfreundlich, Flugscham, Klimakrise und Insektensterben Wortmarken. Der Duden spiegelt, dass Englisch unsere «digitale Leitsprache» ist. Immer mehr Anglizismen fassen Fuss in unserem Alltag. Wir liken Netflixserien, versehen Kommentare in der WhatsApp-Gruppe mit Zwinkersmileys. Wir folgen Influencern, doodlen und nutzen die Powerbank im Homeoffice. Kurz: Der Duden bildet auch unseren Zeitgeist ab. 2020 schaffte es selbst das Katzenvideo ins gute alte Lexikon – ein Wort, das viel mehr bedeutet als «Video mit Katze», oder?