Wandern in Saas-Fee/Saastal: fünf Touren, die den Herbst vergolden

Das Saastal zeigt sich im Herbst von seiner besonders reizvollen Seite. Rund 350 Kilometer Wanderwege führen durch die Walliser Bergwelt – von aussichtsreichen Höhenwegen bis hin zu Touren mitten hinein in die hochalpine Landschaft. Unsere 5 Top-Wanderrouten zeigen, wie vielfältig sich das Saastal zu Fuss entdecken lässt.


Wandern im Saastal bedeutet nicht nur, Höhenmeter zu sammeln. Die Wege führen durch Lärchenwälder und über Alpwiesen und entlang von Suonen. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die umliegenden Gipfel und Gletscher. Mit seinen 18 Viertausendern bietet das Saastal dabei eine aussergewöhnlich eindrückliche Bergkulisse.

Aus der grossen Auswahl von 350 Wanderkilometern haben wir fünf Touren zusammengestellt, um die unterschiedlichen Facetten der Region in Szene zu setzen

Almageller Höhenweg

1. Almageller Höhenweg – unterwegs über der Waldgrenze

Der Almageller Höhenweg gehört zu den Klassikern im Saastal. Die Route führt von Kreuzboden oberhalb von Saas-Grund zur Almagelleralp und weiter nach Saas-Almagell. Dabei bleibt der Weg über weite Strecken oberhalb der Waldgrenze und eröffnet immer wieder Ausblicke auf das Saastal und die Mischabelkette.

Die Wanderung ist als T3, also als anspruchsvoller Bergwanderweg, eingestuft. Die rund 10,4 Kilometer lange Route nimmt etwa 3,5 Stunden in Anspruch.

Besonders interessant ist der Wechsel der Landschaft: alpine Wiesen, Bergflanken und die Aussicht auf die umliegenden Viertausender begleiten die Wandernden über weite Strecken. Wer die Tour mit einem zusätzlichen Erlebnis verbinden möchte, kann sie mit dem Erlebnisweg und seinen Hängebrücken kombinieren.

Highlight: Das Panorama über das Saastal und die Mischabelkette – kombiniert mit einer Wanderung über der Waldgrenze.

Gemsweg Saas-Fee

2. Gemsweg – zwischen Gletscherlandschaft und Lärchenwald

Der Gemsweg führt von Hannig Richtung Saas-Fee und verbindet aussichtsreiche Höhenwege mit eindrücklichen Einblicken in die Landschaft rund um den Feegletscher. Die Route verläuft an den Flanken der Mischabelkette und führt weiter zum Gletschersee und zur Gletschergrotte.

Die Wanderung ist rund 9,6 Kilometer lang, dauert etwa 2,5 Stunden und weist rund 149 Höhenmeter Aufstieg sowie 684 Höhenmeter Abstieg auf. Die Schwierigkeit wird mit T3 angegeben.

Auf dem Weg verändert sich die Landschaft immer wieder: Vom Panorama oberhalb von Saas-Fee geht es hinunter in eine vom Gletscherrückzug geprägte Umgebung. Anschliessend führt der Weg entlang einer Suone zurück Richtung Dorf.

Highlight: Die Verbindung aus Gletscherblicken, Moränenlandschaft und dem Weg durch die Bergwelt oberhalb von Saas-Fee.

Monte-Moro-Pass

3. Monte-Moro-Pass – unterwegs an der Grenze zu Italien

Am Mattmark-Stausee beginnt eine Wanderung, die bis an die Grenze zu Italien führt. Ziel ist der Monte-Moro-Pass auf rund 2853 Metern über Meer. Dort steht die weithin sichtbare goldene Statue der Madonna, die seit Jahrzehnten über den Pass wacht.

Die Route ist rund 7,4 Kilometer lang und dauert etwa 3 Stunden. Mit rund 721 Höhenmetern Aufstieg ist sie als T3 eingestuft.

Neben der alpinen Landschaft ist die Geschichte des Passes Teil des Erlebnisses: Der Monte-Moro-Pass ist ein historischer Übergang zwischen dem Saastal und dem italienischen Valle Anzasca. Oben angekommen, verändert sich die Perspektive nochmals – vom Saastal öffnet sich der Blick in Richtung Italien.

Highlight: Die goldene Madonna am Monte-Moro-Pass und der Blick über die Grenze hinweg ins italienische Valle Anzasca.

Weg der 18 Viertausender

4. Weg der 18 Viertausender – die Gipfel im Blick

Wer möglichst viele der berühmten Gipfel des Saastals auf kurzer Strecke kennenlernen möchte, findet auf dem Weg der 18 Viertausender eine passende Möglichkeit. Der Themenweg startet bei Hohsaas auf rund 3140 Metern über Meer und führt auf einem kurzen Rundweg durch die hochalpine Landschaft.

Die Strecke ist lediglich 1,2 Kilometer lang, dauert rund 1,5 Stunden und weist etwa 94 Höhenmeter Auf- und Abstieg auf. Die Route ist als T2 eingestuft.

Entlang des Weges vermitteln Informationstafeln und Denkmäler Wissenswertes über die 18 Viertausender rund um das Saastal. Gleichzeitig stehen die Berge nicht nur auf Informationstafeln: Sie lassen sich von hier aus direkt in der Landschaft betrachten.

Highlight: Auf engem Raum die hochalpine Bergwelt des Saastals kennenlernen – mit den 18 Viertausendern als ständige Begleiter.

Erlebnisweg Saas-Almagell

5. Erlebnisweg Saas-Almagell – Wandern mit Abenteuerfaktor

Der Erlebnisweg Saas-Almagell verbindet Bergwandern mit einem kleinen Abenteuer. Die Route führt von Furggstalden zur Almagelleralp und verläuft dabei rund um das Almagellerhorn. Unterwegs sorgen gut gesicherte Felspassagen und zwei rund 50 Meter lange Hängebrücken für abwechslungsreiche Momente.

Mit 2,8 Kilometern Länge, rund 1,5 Stunden Gehzeit und 386 Höhenmetern Aufstieg ist die Tour zwar vergleichsweise kurz, wird aber als schwierig (T4) eingestuft. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition sind daher wichtige Voraussetzungen. Die Route führt bis auf rund 2194 Meter über Meer.

Neben dem Erlebnis auf dem Weg bietet die Wanderung immer wieder Ausblicke auf die Saaser Bergwelt und die Viertausender der Mischabelkette. Ziel ist die Almagelleralp, wo sich die Tour bei Bedarf mit einer Pause in der Bergwelt verbinden lässt.

Highlight: Die beiden Hängebrücken und die gesicherten Felspassagen – kombiniert mit dem Panorama auf die Viertausender.


Für deinen Aufenthalt nimmst du dir am besten direkt alle 5 Touren vor. Und für den Fall, dass du zwischendurch eine Wanderpause brauchst: Ab der 1. Übernachtung sind die Bergbahnen und das Postauto kostenlos!


Lust auf goldene Herbsttage in Saas-Fee/Saastal?

Wenn sich die Lärchen goldgelb färben und die klare Bergluft für beste Fernsicht sorgt, zeigt sich Saas-Fee/Saastal von einer besonders schönen Seite. Entdecke abwechslungsreiche Wanderwege, geniesse sonnige Höhen und erlebe die einzigartige Herbststimmung inmitten der höchsten Berge der Schweiz. Bereits ab der 1. Übernachtung profitierst du auch im Herbst von der freien Nutzung der Bergbahnen (ausser Metro Alpin) und des Postautos im Saastal.

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