So findest du heraus, ob deine Fähigkeiten zu deinen Aufgaben passen
Bist du dir nicht sicher, ob die Unzufriedenheit mit der Arbeit daran liegt, dass deine Skills und deine Aufgaben nicht zusammenpassen? Dann stell dir folgende Fragen:
- Nutzt du in deinem Job hauptsächlich Fähigkeiten, die dir schwerfallen und wenig Freude machen?
- Gibt es Skills, die du eigentlich hast, aber im Job nie brauchen kannst?
- Fühlst du dich nach der Arbeit eher erfüllt oder eher ausgelaugt?
- Hast du dich einfach «irgendwie arrangiert»?
Wenn du bei mehreren Fragen zögerst oder JA antwortest, lohnt sich ein genauerer Blick auf deine eigenen Skills und darauf, wo du sie wirklich einsetzen kannst.
Was passiert, wenn deine Aufgaben zu dem passen, was du gerne tust?
Es gibt Dinge, die du gut kannst und dann gibt es solche, die du gerne machst. Nicht immer überschneiden sich die beiden. Aber wenn du in deinem Job Aufgaben erledigst, die du gut und gerne machst, fühlst du dich besser, du bist motivierter und deine Leistung steigt.
In der Organisationspsychologie spricht man vom Person-Job-Fit. Gemeint ist damit: Wie gut passen deine persönlichen Stärken zu dem, was in deinem Job täglich von dir verlangt wird? Je mehr ein Job erlaubt, sich entsprechend den eigenen Stärken zu verhalten, desto besser ist dieser Fit.
Wer eigene Stärken anwenden kann, erlebt häufig eher Kräftigung statt Erschöpfung und hat eine intrinsische Motivation, diese Stärken einzusetzen.
Einfach gesagt: Es macht einen Unterschied, ob du etwas nur kannst oder ob du es auch gern machst.
- Du hast mehr Energie, weil Aufgaben dir liegen, statt dich auszulaugen.
- Du erlebst häufiger ein Gefühl von Kompetenz und Sinn.
- Deine Leistung steigt fast automatisch, weil du in deinem Element bist.
- Du bleibst der Firma eher treu, weil du dich wertgeschätzt fühlst.
Wie erkenne ich meine Lieblingsskills?
Wie findest du nun heraus, was du wirklich gerne machst? Diese Fragen helfen dir bei einer ehrlichen Standortbestimmung:
- Bei welchen Aufgaben vergeht die Zeit für dich schnell?
- Welche Tätigkeiten geben dir Energie, statt sie dir zu nehmen?
- Wo bekommst du positives Feedback, ohne dich verbiegen zu müssen?
- Welche Fähigkeiten nutzt du aktuell viel zu selten, würdest sie aber gerne mehr nutzen?
- Welche Aufgaben würdest du gerne häufiger übernehmen?
Wenn dir auf diese Fragen sofort mehrere Antworten einfallen, hast du schon einen guten Hinweis darauf, welche Skills für dich besonders wichtig sind.
Wie dir die Work-ID hilft, deine Skills zu erkennen
In deiner Work-ID kannst du nicht nur all deine Skills erfassen, sondern auch deine Lieblingsskills markieren. Damit wird für dich sowie für Arbeitgeber sichtbar, was du besonders gerne machst (anonym):
- Dein Profil wird persönlicher und aussagekräftiger.
- Arbeitgeber sehen nicht nur, was du kannst, sondern auch, was dich motiviert.
- Du erhöhst die Chance auf Jobs, die wirklich zu dir passen.
- Gespräche über Aufgaben, Rollen und Entwicklung werden einfacher.
Gerade wenn du im aktuellen Job unzufrieden bist, kann das ein wertvoller Schritt sein. Du musst deshalb nicht sofort kündigen. Aber du kannst besser verstehen, was dir in deiner Arbeit eigentlich fehlt.
Wie erklärst du deinem Arbeitgeber, dass deine Skills und Aufgaben nicht zusammenpassen?
Ein Gespräch über die Kluft zwischen deinem Können und deinem Arbeitsalltag erfordert eine gute Vorbereitung. Hier sind einige Tipps, wie du das Thema konstruktiv ansprichst:
Bereite dich inhaltlich vor: Überlege dir genau, welche deiner Skills im aktuellen Job zu kurz kommen und welche Aufgaben du stattdessen übernehmen könntest, die dem Unternehmen einen Mehrwert bieten würden.
- Argumentiere lösungsorientiert: Betone nicht nur, was dich unzufrieden macht, sondern zeige auf, wie dein Arbeitgeber davon profitieren könnte, wenn du deine Stärken gezielter einsetzen würdest (z.B. höhere Produktivität, mehr Motivation).
- Nutze deine Work-ID als Basis: Zeige deinem Arbeitgeber deine Work-ID. Sie ist ein hervorragendes Instrument, um deine Fähigkeiten und deine Lieblingsskills transparent und objektiv zu machen. Das hilft, das Gespräch von einer subjektiven Ebene auf eine sachliche Grundlage zu heben.
- Suche das Gespräch frühzeitig: Warte nicht, bis der Frust zu gross wird. Ein offener Austausch über Entwicklungsmöglichkeiten und Rollenverteilung gehört zu einer professionellen Zusammenarbeit dazu.
- Bleibe konstruktiv: Sieh es nicht als Vorwurf an deinen Arbeitgeber, sondern als gemeinsamen Prozess, um den ‚Person-Job-Fit‘ zu optimieren.
Und wenn alles nichts hilft, kannst du die Work-ID natürlich auch für deine Jobsuche nutzen.