Achilles und Herkules, Batman und Wonder Woman, Frodo und Alice im Wunderland – Heroes können tausend Gestalten annehmen, schrieb Joseph Campbell vor 74 Jahren. Der Mythenforscher analysierte in seinem Bestseller «Hero with a thousand faces» Geschichten, Sagen und Legenden aus aller Welt und beschrieb darin den Hero als ein universelles Motiv, dass allen Abenteuern zu Grunde liegt und sich durch sämtliche Traditionen der Welt zieht.
Warum mögen wir Helden? Dieser Frage geht der Networking-Tag der Ehemaligenorganisation alumniOST am Freitag, 8. September nach. «Seit Gedenken haben Menschen Geschichten von Helden und Heldinnen erzählt, von mythischen Charakteren bis hin zu modernen Superhelden», sagt Michael Federer, Präsident des Networking-Tages.
Emotionen wecken, in Erinnerung bleiben
Der Networking-Tag will mit einem reichen Vortragsprogramm aufzeigen, wie wir heldenhafte Tugenden für uns selbst kultivieren können. Den Auftakt übernimmt Marketing-Experte Werner T. Fuchs. «Alles Wahrnehmbare erzählt Geschichten. Aber nur die guten begeistern, wecken Emotionen, bleiben in Erinnerung, bewegen etwas.» Wie man die eigene Erfolgsgeschichte schreibt und was es für den Aufstieg zum Superhero braucht, zeigt Fuchs an konkreten Beispielen.
Die Zürcherin Lena-Lisa Wüstendörfer ist die Frau mit dem Zauberstab; sie dirigiert das Swiss Orchestra und ist Intendantin von Andermatt Music. «Dirigentinnen und Dirigenten sind die Helden der Harmonie. Sie sind verantwortlich für das Zusammenbringen von Musikern und die Schaffung eines harmonischen Klangs», sagt sie.
«Jeder Krüppel ein Superheld»
Siebzehn Jahre nach seinem erfolgreichen Erinnerungsroman «Der beste Tänzer» über sein Leben mit Spinaler Muskelatrophie unternimmt der St.Galler Autor Christoph Keller eine ebenso unorthodoxe wie provokative Befragung dessen, was es im 21. Jahrhundert heisst, ein Mensch mit körperlicher Behinderung zu sein. Was es bedeutet, den Alltag zu bewältigen, zu lieben, zu schreiben, zu reisen (oder eben nicht), wenn man nicht wie die anderen ist. Am Networking-Tag wird Keller aus seinem neusten Werk «Jeder Krüppel ein Superheld» lesen. Auf die Lesung folgt ein musikalisches Intermezzo mit Joya Marleen, der St.Galler Musikerin, die als dreifache Swiss Music Award-Gewinnerin ebenfalls Heldinnen-Status besitzt.
Steve Jobs als Vorbild
Zum Abschluss des Networking-Tages wird es persönlich. Unter dem Titel «The Story of Your Life» referiert Andreas Peter, Professor am IDEE Institut für Innovation, Design & Engineering an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Peter berichtet, wie Führungskräfte das Geschichtenerzählen strategisch einsetzen können.
Der Networking-Tag startet am Freitag, 8. September, um 13.30 Uhr in den Olma-Hallen. Nach den Referaten und Inputs am Nachmittag startet das Abendprogramm mit der Networking-Party in lockerem Ambiente mit Alumni-Mitgliedern, Freunden und neuen Bekannten. Der Networking-Tag ist ein öffentlicher Anlass, organisiert durch die alumniOST, der Alumni-Organisation der OST. Mehr Infos unter: www.networkingtag.ch