«Rendez-Vous! – Insektensammlung trifft Textildesign»

Im September 2018 brach das große Krabbeln im Atelier des ersten Semesters Textildesign an der Hochschule Luzern aus. An unseren großen Pinnwänden wimmelte es nur so von Zikaden, Bienen, Kakerlaken, Gottesanbeterinnen, Ameisen und sonstigem sechsbeinigen Getier. Bevor wir Anfang September von unserer Dozentin Janine Graf erfuhren, dass wir uns das ganze erste Semester in den Studien-Modulen Entwerfen, Sticken und Drucken mit dem Thema „Insekten“ beschäftigen dürfen, war mein Insektenwissen und wohl auch das des Großteils meiner Mitstudierenden eher fragmentarisch. Eine Führung durch die Insektensammlung der ETH Zürich sollte hier Abhilfe schaffen und offenbarte uns die Vielfalt und Wunder der Insektenwelt.

 

Hier durften wir nicht nur die verschiedensten Insekten in ihrer facettenreichen Farbenpracht und ihrem bizarren Aussehen bewundern, sondern erfuhren auch spannende Fakten zum Leben (und Sterben) der Sechsbeiner. Dies war besonders wichtig für uns, denn nicht nur die optischen Eindrücke der Insekten, sondern auch die Geschichten um sie herum beeinflussten unsere gestalterischen Umsetzungen.

 

Jeder Student und jede Studentin fokussierte sich hierbei auf ein ausgewähltes Insekt und widmete diesem seine Arbeiten. Hinter den ebenso geheimnis- wie klangvollen Insektennamen wie Alpenbock, Mantis religiosa, Schwarzbäuchige Blattschneiderbiene, Gemeine Karte oder Große Teufelsblume verbargen sich für uns Studierende ganze Welten an Inspiration.

 

Diese Welten eröffnen sich auch beim Betrachten der entstandenen Arbeiten wie bedruckten Textilien in der Farbwelt der Kalahari-Wüste, Stickereien von Distelblüten oder Rapportentwürfe zur Zikadenmetamorphose.

 

Wir Studierende lernten in diesem Projekt, welch vielfältige Inspirationsquellen sich eröffnen, wenn man ein Thema in all seinen Facetten recherchiert und ergründet, wie einen Hintergrundgeschichten und Informationen darüber zu völlig neuen gestalterischen Herangehensweisen führen können, aber auch wie man etwas, das auf den ersten Blick vielleicht abstoßend erscheinen mag (die Küchenschabe eignet sich hier als anschauliches Exempel) in eine ästhetische gestalterische Arbeit verwandeln kann.  

 

Weitere Informationen zur Ausstellung findest du hier.

Arbeit von Andrea Cavegn inspiriert vom Schmetterling.
Arbeit von Franziska Ostermeier inspiriert von der Ameise.
Arbeit von Hanna Egger.
Arbeit von Hanna Egger inspiriert vom Alpenbock-Käfer.
Arbeit von Laura Schwyter inspiriert von Zikaden.
Arbeit von Chiara Elspass inspiriert von der Zikade.
Besucher an der Ausstellungseröffnung.
Besucher bestaunt präparierte Insekten.
Enwurfsarbeiten und präparierte Insekten werden von Besucherinnen an der Ausstellungseröffnung bestaunt.
Besucherinnen betrachen Arbeit von Chiara Elspass.
Insektenschaukasten & Zikadendesign.
Junge Besucherin bestaunt die Arbeit von Célina von Moos.

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