Er zählt zu den spannenderen Schweizer Popkünstlern der jüngeren Generation. Seine Soulstimme offenbart in ihrer Wandlungsfähigkeit das grosse Talent des 35-jährigen Bielers. Mittlerweile Vater, arbeitet der ZHdK-Absolvent derzeit zurückgezogen in seinem Studio in seiner Heimatstadt Biel an neuer Musik. Dennoch gewährt er hier in einem ausführlichen Interview spannende Einblicke in sein Schaffen.
Stichwort Vielfalt: Hat dir dein FH-Studium musikalisch mehr Breite und Tiefe vermittelt?
James Gruntz: Ja sicher. Es ist nicht so, dass es meinen Horizont geschmälert hätte. Es war sehr breit. Was ich eigentlich auch nur bedingt mag. Man möchte ja nicht beliebig werden. Für den künstlerischen Werdegang ist es hilfreich, wenn man sich festlegt, sich etwas einschränkt und sich ein Stil herauskristallisiert. Gleichzeitig ist diese Breite eine grosse Qualität des Studiums. Der Selbstfindungsprozess muss auch nicht die Aufgabe des Musikstudiums sein. Bei manchen ist dieser Prozess vielleicht auch gar nie abgeschlossen.