Unser Bereich entwickelt gemeinsam mit Business und IT KI-Lösungen für die Mobiliar. Wir arbeiten dabei in interdisziplinären Scrum Teams und bringen neue KI-Fähigkeiten schrittweise in unsere Kernprozesse. Wir wollen verstehen, was funktioniert, daraus lernen und erfolgreiche Ansätze anschliessend auch anderen Teams zur Verfügung stellen. So bauen wir langfristig KI-Kompetenzen auf, von denen die ganze Mobiliar profitiert.
Ich liebe Veränderung. Kein Tag ist wie der andere. Viele denken bei meiner Arbeit zuerst an Technologie. Die spannendsten Herausforderungen liegen aber oft bei Menschen, Kommunikation oder Prozessen. Genau diese Mischung aus Technologie, Organisation und Mensch macht meine Arbeit für mich so spannend.
Die Kombination aus hoher fachlicher Kompetenz und viel Menschlichkeit. Wir haben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen. Bei allen spüre ich den Willen, Dinge anzupacken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu bewegen.
Die grössten Entwicklungsschritte entstehen meist dann, wenn Menschen Verantwortung für Aufgaben übernehmen, die noch ausserhalb ihrer Komfortzone liegen. Genau dort findet echtes Lernen statt. Deshalb bin ich überzeugt, dass der starke Praxisbezug eine grosse Stärke des Schweizer Bildungssystems ist. Vieles lernt man erst richtig, wenn man es selbst tut. Besonders schön ist es zu sehen, wie aus Berufseinsteigenden selbständige Fachpersonen werden, die ihren eigenen Weg gehen.
Auch wenn ich heute kein offizieller Praxisbildner bin, investiere ich sehr gerne in junge Talente. Es macht mir Freude, Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten und zu sehen, wie sie mit neuen Aufgaben wachsen. Gleichzeitig bringen junge Talente frische Perspektiven und viel Dynamik mit. Davon profitieren am Ende beide Seiten.
Für mich sind Eigeninitiative, Neugier und Lernbereitschaft wichtiger als perfektes Fachwissen. Technologien verändern sich ständig. Wer Neues lernen will, Dinge hinterfragt und Verantwortung übernimmt, kann sich sehr schnell entwickeln. Entscheidend ist der eigene Drive.
Mich beeindruckt immer wieder, wie selbstverständlich sie neue Technologien adaptieren. Zudem bringen sie frischen Wind mit, weil sie bestehende Dinge oft viel unbefangener hinterfragen. Ein «Das haben wir schon immer so gemacht» akzeptieren sie selten. Genau daraus entstehen häufig neue Ideen und bessere Lösungen.
Anfang 2025 habe ich mit einem jungen Mitarbeiter einen Code-Review durchgeführt. Der Code war hervorragend strukturiert und dokumentiert. Nachdem ich ihn dafür gelobt hatte, sagte er: «Marcus, ich habe keine einzige Zeile selbst geschrieben.» Da wurde mir klar, wie stark KI unsere Arbeitswelt verändern wird. Künftig wird es weniger darum gehen, wer etwas erzeugt, sondern wer die richtigen Fragen stellt, Probleme versteht und Qualität beurteilen kann.
Wartet nicht darauf, dass euch jemand eine Chance gibt. Seit mutig und schafft euch Chancen selbst. Mein zweiter Rat ist: Fokussiert euch. Viele versuchen heute, alles gleichzeitig zu machen. Sucht euch lieber ein Thema und werdet darin richtig gut. Danach kommt das nächste Thema. Wer Fokus mit Eigeninitiative kombiniert, entwickelt sich meist schneller als erwartet.