Autor: Guy Studer
Aufbau
«Das Grundkonzept der künstlichen neuronalen Netze ist sehr simpel», sagt Norman. Sie bestehen aus einem Netz oder einer «Wolke» von Verknüpfungen, also Neuronen. Dieses Netzwerk simuliert die Funktionsweise unseres Gehirns und kann entsprechend lernen. Ein künstliches neuronales Netz (KNN) wird grob in drei Schichten unterteilt: Die Inputlayer (Eingabeschicht), die Outputlayer (Ausgabeschicht) und dazwischen die Hidden Layer (versteckte Schicht). Die versteckte Schicht ist das eigentliche «arbeitende, lernende» Netz. Während die Eingabe- und die Ausgabeschicht jeweils aus einer Ebene bestehen, kann die verborgene Schicht beliebig viele Ebenen an Neuronen enthalten.
Funktionsweise
Die Hidden Layer transformiert aus dem Input (Eingabe) in den Output (Ausgabe). Dabei kommen verschiedene mathematische Funktionen (1) zum Einsatz. Diese übernehmen Aufgaben wie das Gewichten der Eingaben, das Festlegen, welche Informationen an welche Neuronen weitergeleitet werden, und das Einführen von Nichtlinearitäten, sodass die Beziehung zwischen Eingabe und Ausgabe nicht rein linear ist. Eine Aktivierungsfunktion wird verwendet, um die Ausgabe jedes Neurons zu berechnen und die Informationen in die nächste Schicht oder den endgültigen Output zu überführen. Das Muster, nach dem die Funktionen im Netzwerkarbeiten, wird von einem Trainingsalgorithmus (2) bestimmt, der durch Anpassung der Gewichte das Netzwerk optimiert.
1) Funktion: steuert, was zu berechnen ist
2) Algorithmus: steuert, wie es berechnet wird