Viele würden gern tun, was EvoDrop tut



EvoDrop liefert sauberstes Wasser in der Schweiz und finanziert damit gemeinnützige Projekte in der ganzen Welt. Fabio Hüther, Gründer und Leiter Forschung und Entwicklung, erklärt, wie es soweit kommen konnte.

Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder gesellschaftlicher Nutzen sind Werte, die viele Unternehmen für sich reklamieren. Oft besetzen sie aber eher das Thema, um sich von der Konkurrenz abzuheben, als dass sie wirklich «Gutes» tun. Oder sie tun es indirekt, indem sie Umgehungslösungen wählen und sich mit Kompensationszahlungen «grünwaschen». Ganz anders EvoDrop: Es tut, was diese Unternehmen gern tun würden. EvoDrop entstand aus einer sozialen Bewegung, «Umuntu Movement», einem gemeinnützigen Verein mit dem Ziel bedürftigen Menschen auf der ganzen Welt zu helfen, und entwickelte sich zum profitorientierten Unternehmen EvoDrop, das auch in der Schweiz aktiv ist und hier – so Gründer und Leiter Forschung und Entwicklung Fabio Hüther – das «sauberste, gesündeste und weichste Wasser» anbietet. 


Von «Umuntu» zu EvoDrop

«Umuntu» bedeutet «ich bin, weil wir sind». Das Wort betont also den Grundgedanken, einer Gemeinschaft gegenüber verantwortlich zu sein. 

Für Fabio Hüther rückte dabei die Wasserfilter-Technologie früh ins Zentrum. Denn sie ermöglicht theoretisch jedem Menschen auf der Welt, Zugang zu sauberem Trinkwasser zu bekommen. Über die Umuntu GmbH wurden deswegen die notwendigen finanziellen Mittel erwirtschaftet, um dies weltweit zu tun. Bis heute gab es über 20 Projekte – mehrheitlich in Afrika – und dabei wurden knapp 10'000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, ausserdem über 80'000 Bäume pro Jahr gepflanzt.


Ziel war, bedürftigen Menschen zu helfen und sie gleichzeitig einzuladen, Teil eines Netzwerkes zu werden. Zentral bleibt die Idee des Kreislaufes: Menschen profitieren vom Kreislauf und treiben ihn selbst auch an. Inzwischen ist aus der Umuntu GmbH EvoDrop entstanden: ein profitorientiertes Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen, die flexibel eingesetzt werden können und besser skalierbar sind. So können grössere Erträge in den Umuntu-Kreislauf zurückinvestiert werden.


Von der Idee zu den Produkten 

Nach eigener Krebserkrankung in der Kindheit ist Fabio Hüther über die Krebsliga zur Einsicht gelangt, sich für das Positive in der Gesellschaft engagieren zu wollen. Als er nach seinem Ingenieurstudium und Aufenthalten in Afrika einen Freund in Gambia verlor, der dreckiges Trinkwasser getrunken hatte, war für ihn klar, dass er sich in diesem Bereich engagieren wollte. Fabio Hüther: «Für jeden Wasserfilter, den wir in der Schweiz verkaufen, können wir ein Projekt in einem anderen Erdteil fördern.» 

Evodrop finanziert ökologische Projekte weltweit, aktuell in Zimbabwe, Burundi und Nepal, aber auch in der Schweiz, ein wissenschaftlicher Beirat sorgt dafür, dass die Qualitätsversprechen eingehalten werden. Bei den Produkten kommen patentierte Nanofitrations-Technologien, Rotationsverfahren oder elektrophysikalische Technologien zum Einsatz – in Form von Produkten für Haushalt, Gewerbe und Industrie. Die effektive Filtration sorgt für reinstes Wasser – auch die Startup Academy Basel offeriert den Coworkerinnen und Coworkern am Picassoplatz dieses saubere EvoDrop-Wasser. Das Raffinierte an den Filtern: sie müssen nur alle paar Jahre ausgewechselt werden, statt alle paar Monate.


Von Climate Launchpad zur Startup Academy 

Kurz nach der Gründung von «Umuntu» war Fabio Hüther 2017 Teilnehmer bei Climate Launchpad, dem grössten Cleantech-Wettbewerb der Welt, der in der Schweiz von der Startup Academy durchgeführt wird. Er gelangte bis in den Schweizer Final und trat darauf ins Begleitprogramm der Startup Academy in Basel. Fabio Hüther dazu: «Anfangs hatte ich viel Respekt, auch Ängste. Da hat mir Markus Fischer sehr geholfen, mit seiner lockeren und feinen Art, immer positiv gestimmt.» Da er in den Bereichen Marktanalyse, Business Plan und Business Administration nicht versiert war, habe er viel von den Erfahrungen im Startup Academy-Netzwerk profitiert. Was ihm dabei speziell gefallen hat: «Es gab viele gemeinsame Meetings, es wurde einem geholfen, aber man musste es selber anpacken und etwas machen.» 


Zuerst habe er Wasserflaschen mit sauberem Wasser verkauft, wie ein Milchmann. Als dann eine Frau direkt einen solchen Filter kaufen wollte, konnte er den ersten Prototyp-Filter selbst verkaufen. Danach habe sich alles Schritt für Schritt weiterentwickelt. Im Rückblick meint Fabio Hüther: «Viele verschiedene Startups werden gleichzeitig unterstützt. Dabei bleibt der persönliche Bezug im Netzwerk immer bestehen. Die Startup Academy identifiziert sich mit den eigenen Startups, das fand ich toll.»


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