Gegen hohe Hürden für FH-AbsolventInnen



Die Umsetzung der Bologna-Richtlinien liegt seit Bestehen des Hochschulförderungs- und –koordinationsgesetzes (HFKG) in der Kompetenz des Hochschulrats der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK). Zum Entwurf der neuen Verordnung über die Koordination der Lehre an den Schweizer Hochschulen hat die SHK ein Anhörungsverfahren eröffnet. FH SCHWEIZ betont in ihrer dazugehörenden Stellungnahme die Gleichwertig- aber Andersartigkeit der drei Hochschultypen. Sie setzt sich darin unter anderem für den Abbau der Hürden in der Durchlässigkeit für FH-AbsolventInnen ein.

FH SCHWEIZ erachtet diese Verordnung als sehr wichtig. Sie regelt für die nächsten Jahre die Studienstufen und deren Übergänge, die einheitliche Benennung der Titel sowie die Durchlässigkeit und Mobilität zwischen den und innerhalb der Fachhochschulen, der universitären Hochschulen und der pädagogischen Hochschulen. Es gilt daher, die gesetzlich im HFKG verankerte Gleichwertigkeit der verschiedenen Hochschultypen zu gewährleisten und damit insbesondere eine Diskriminierung der Fachhochschulen zu verhindern. Entsprechend muss der Anrechnung bereits erbrachter Leistungen bei der Zulassung bzw. bei Übergängen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden (Durchlässigkeit). Dabei gilt zu berücksichtigen, dass eine allenfalls geforderte Nachqualifikation als Auflage im Studium zu verstehen ist und nicht als Bedingung für die Zulassung. Zudem ist die noch heute geführte Konkordanzliste für die universitäre Zulassung von FH-AbsolventInnen stärker zur berücksichtigen bzw. mit der in der Regel geforderten Nachqualifikationen bis 30 ECTS einzubauen. FH SCHWEIZ fordert seit Jahren die Gleichwertig- aber Andersartigkeit auch bei allen drei Stufen (eigenständige Bachelor, Master, PhD) und den eigenständigen Fachbereichen (Science, Arts, Law..) mit entsprechender Erkennung des Hochschultypus FH in der Titelführung.

 

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Kommentare (1)

Jennifer am 28.06 2019 um 00:25

Bitte hartnäckig bleiben und weiter so!

Danke viel Mals für den Einsatz und weiter so! Ich machte selbst die Erfahrung, dass ein Universität meinen FH Bachelor als minderwertig einstufte. So verlangten sie von mir rund 4/6 der ECTS aus der Bachelor Stufe nachzuholen bevor ich zum Master zugelassen wird... Also praktisch einen 2. Bachelor. Und das obwohl der Master im gleichen Fachgebiet gewesen wäre und der geforderte Notenschnitt erreicht war. Schade ist die Durchlässigkeit zwischen den Hochschulen nicht gewährleistet. Ein motivierter Student wird im Master die Lücken selbst schliessen, da braucht es nicht unendlich viele Auflagen.
FH SCHWEIZ am 28.06 2019 um 11:34

Wir bleiben dran!

Liebe Jennifer, wir werden uns weiterhin hartnäckig für die Gleichwertigkeit des FH-Studiums und die Durchlässigkeit des Bildungssystems einsetzen. Alles Gute und liebe Grüsse, Larissa

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