FenX, Bloom und Green Data werden von der Startup Academy nach Edinborough geschickt



Bereits zum vierten Mal führte die Startup Academy mit «Climate Launchpad» den grössten globalen Clean-tech-Ideenwettbewerb in der Schweiz durch. Die besten drei der zwölf Startups am Finale in Basel werden sich im November in Edinborough mit den Siegerteams der über 35 Länder messen. Raiffeisen Schweiz war die diesjährige Hauptpartnerin.

Vor einem Jahr waren es über 1000 Ideen aus 35 Länder, und dieses Jahr kamen aus der Schweiz wieder gute neue dazu: Von einem System, mit dem aus menschlichem Urin Pflanzendünger produziert werden kann über einen neuartigen, ungiftigen und nicht entzündbaren Dämmstoff für die Gebäudeisolation bis hin zu einem Projekt, bei dem nicht biologisch abbaubares Abwasser mittels Nassoxidationsverfahren in biologisch abbaubares Abwasser konvertiert werden kann, war alles dabei. Die kompetent besetzte Jury – acht Personen mit grosser Erfahrung in den Bereichen Nachhaltigkeit, saubere Umwelttechnologien und Unternehmensgründung – hatte keine leichte Aufgabe.

Unter dem National Lead von Marilen Dürr und Catherine Riesen amtete die Jury, bestehend aus Björn Thoma (Jury-Lead, Innovation Basel), Adriano Bürgi (Climate-KIC), Claus-Heinrich Daub (FHNW), Dimitrios Terzis (MeduSoil, Winner CLP Switzerland 2017), Erol Bilecen (Raiffeisen Schweiz), Kim Berrendorf (KimiB.Good), Matthieu van Haperen (Ecrowd Invest) und Stefanie Fehr (UBS Optimus Foundation).  Nach einem spannenden und intensiven Pitch-Marathon bei PricewaterhouseCoopers an der St. Jakobs-Strasse in Basel wählte die Jury die drei Siegerteams: FenX, Bloom und Green Data.

 

Startup Academy-Begleitprogramme für die Siegerteams

FenX hat einen Dämmstoff aus anorganischen Abfallmaterialien entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmedämmstoffen, die viel Energie verbrauchen und oft brennbar oder giftig sind, ermöglicht FenX eine ungiftige, nicht entzündbare, recyclebare und damit grüne Lösung für die Gebäudeisolation.

Bloom hat eine Technologie zur effizienten Gewinnung von Grundstoffchemikalien aus Pflanzen entwickelt. Die durch das neuartige Extraktionsverfahren gewonnenen Stoffe ermöglichen es, fossile Chemikalien zu ersetzen. So kann vegetativer Abfall, wie bspw. Nussschalen oder Holz, dank Bloom unter anderem für die Herstellung von Düften verwendet werden.

Und die innovative Datenspeichertechnologie von Swiss Vault ist 100-mal effizienter im Stromverbrauch und rund 200-mal effizienter in der Raumnutzung als konventionelle Technologien. Die Nutzung der Technologie ermöglicht die Reduktion von CO2-Emissionen und macht Datenmanagement nachhaltiger.

Diese drei Startups reisen im November ans Grand Final in Edinburgh und haben die Gelegenheit, dort vor einer internationalen Jury und einem globalen Publikum zu pitchen. Zudem gewinnen sie die Teilnahme am Startup Academy Begleitprogramm im Wert von insgesamt CHF 11'000.

 

Fotos: Raphaël Leibundgut, rlug.ch

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