Das lief bildungspolitisch in der Frühlingssession


Christian Wasserfallen | FH SCHWEIZ22.03.2019

Erich Ettlin hat erstmals als Präsident die Beiratssitzung geleitet. Als Gäste zum Thema Weiterbildungen an Hochschulen dabei waren Bruno Weber-Gobet von Travail Suisse und dem Ausschuss der Arbeitswelt der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) sowie Christoph Ebnöther von Association of Management Schools Switzerland (AMS). Unseren Verband wird die Weiterbildung im 2019 als Themenschwerpunkt im Speziellen beschäftigen. Im Parlament hat der Nationalrat ein Postulat zur Stärkung der Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung angenommen und der Ständerat beschlossen, dass die Höheren Fachschulen mit eidgenössisch anerkannten Bildungsgängen sowie ihre Abschlüsse klarer positioniert werden sollen.

In den Anfangstagen der Session hat erstmals Erich Ettlin als Präsident die Beiratssitzung geleitet. Er konnte zwei tolle Gäste begrüssen: Zum einen war dies Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik bei Travail Suisse und aktueller Präsident des Ausschusses der Arbeitswelt der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK). Er berichtete uns aus erster Hand zum Stand der Diskussionen und Überlegungen rund um Weiterbildungen an Hochschulen. Unser zweiter Gast war Christoph Ebnöther, Generalsekretär der Association of Management Schools Switzerland (AMS). Die AMS unterstützt unser Anliegen, keine Quoten für sur-Dossier-Aufnahmen von nicht HochschulabsolventInnen in Fachhochschulweiterbildungen zu definieren.

Zum Geschehen in den Ratssälen: Der Ständerat hat beschlossen, dass die Höheren Fachschulen mit eidgenössisch anerkannten Bildungsgängen sowie ihre Abschlüsse klarer positioniert werden sollen. Er folgt damit dem Nationalrat. Ob eidgenössische Titel eingeführt werden sollen, ist jedoch umstritten. Der Nationalrat wollte sich angesichts der Diversität der höheren Fachschulen nicht auf die Art festlegen, wie die Positionierung verbessert werden kann. Die ursprüngliche Motion forderte einen Bezeichnungsschutz, eidgenössische Titel, durch den Bund unterzeichnete Diplome sowie die Möglichkeit einer institutionellen Anerkennung. Nun liegt es am Bundesrat zu entscheiden, wie weit er gehen möchte.

Der Nationalrat hat mein Postulat zur Stärkung der Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung angenommen. Im Zeitalter des raschen Wandels hinsichtlich Digitalisierung und älterer Arbeitnehmer, ist unser Bildungssystem gefordert. Die fein verästelten Bildungswege mit der einzigartigen Durchlässigkeit sollen alle optimal ausnützen können. Bund, Kantone und die Wirtschaft können hier ihre Angebote noch besser aufeinander abstimmen.

Unseren Verband wird die Weiterbildung im 2019 als Themenschwerpunkt im Speziellen beschäftigen. So haben wir unter anderem in der Erhebung zur FH-Lohnstudie 2019 Zusatzfragen dazu eingebaut. Die Resultate werden im Mai veröffentlicht. Am 28. Juni wird das FH-Forum das Thema Weiterbildung ebenfalls aufnehmen und vertiefen.

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